Veranstaltungen

Lehnitzer Lesung und Gespräch
28.09. Samstag | 16:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Wolf Spillner

Mit dem Paddelboot durch Jakutien | Erlebnisbericht mit Bildern
Moderation: Paul Werner Wagner | In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis LITERATUR UM WELT

Der Naturfotograf und Buchautor Wolf Spillner hat sich auf die lange Reise nach Sibirien begeben und dort mit dem Kanu den Olonjek in der Republik Jakutien/Sacha befahren. Er war zusammen mit dem Geologen Walter Dick und dreizehn anderen Paddlern unterwegs. Der Autor kam mit einer Fülle atemberaubender Fotos von dieser Reise zurück. Er berichtet in seinem Vortrag von Begegnungen im Schein der Mitternachtssonne mit Wolf, Elch und Ren… Mit Schwalbenschwänzen, Steinadlern und Azurjungfern. Wolf Spillner vermittelt Eindrücke von einer durch den Dauerfrostboden geprägten Landschaft mit einer kurzen, aber phantastischen Vegetationsperiode. Er gibt Einblicke in eine Region, die sich seit Jahrtausenden in ständiger Veränderung befindet, die bislang jedoch vom Menschen nie direkt beeinflusst wurde.  

Wolf Spillner, Jahrgang 1936, arbeitete zunächst als Journalist, betrieb später ornithologische Studien und gilt als einer der profiliertesten Naturfotografen der DDR. Er veröffentlichte zahlreiche Bildbände und seit Mitte der 1970er Jahre Kinder- und Jugendbücher, von denen einige auch verfilmt wurden. Expeditionen per Fahrrad und Kajak führten ihn nach Nordamerika, Nordskandinavien, Neuseeland und Sibirien.

Foto: ©Privatarchiv Wolf Spillner
Wolf Spillner im Paddelboot
Lehnitzer Lesung und Gespräch
20.10. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Ulrich Scharfenorth

Da war mehr als Bitter Feld – Erzählungen, Streiflichter, Reflexionen
Moderation: Paul Werner Wagner

Kaum etwas kann radikaler sein als eine Umwandlung vom Ossi zum Rheinländer. Verwurzelt und aufgewachsen im Brandenburgischen, wo ich mit Freude gelebt und nicht nur pflichtgemäß plangewirtschaftet habe, veränderte das Ende der DDR auch mein Leben von Grund auf. Bar der alten Identität suchte ich eine neue und stürzte mich entschlossen auf den wilden Westen. Bis heute bin ich kritisch/selbstkritisch unterwegs. Spüre dem nach, was – zu recht oder unrecht – verloren liegt und fahre dem Neu-Gefundenen, wenn nötig, in die Parade. In einem Mosaik aus Erzählungen, Streiflichtern und Reflexionen ist so eine biographische Landschaft entstanden, in der sich ganz sicher die Erfahrungen und Gefühlslagen vieler Menschen widerspiegeln.

Ulrich Scharfenorth: Da war mehr als Bitter Feld. Erzählungen, Streiflichter, Reflexionen; Verlag: Labonde, H (2017); ISBN: 978-3937507804

Foto: ©Privatarchiv Ulrich Scharfenorth
Ulrich Scharfenorth
Lehnitzer Lesung und Gespräch
24.11. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80
zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane

Gunter Schoß

Entenbrühe mit Apfelperlen – Ein literarischer Spaziergang
Moderation: Paul Werner Wagner

„Gleich nach dem schlafenden kommt der essende Mensch.“ – das sagt Theodor Fontane, der große Erzähler aus Preußen. In seinem literarischen Werk schaut der Schriftsteller in die Töpfe bürgerlicher Köchinnen und adeliger Gourmets. Zu seinem 200. Geburtstag folgt Schauspieler Gunter Schoß den lustvollen Beschreibungen der kulinarischen Erlebnisse Fontanes in einem herzhaften und geschmackvollem Programm. Schoß versteht es, mit seiner sonoren Stimme diese humorvollen und oft hintersinnigen Zeilen so vorzutragen, wie es Fontane gebührt: charmant, klug, unverschämt, vor allem aber unverschämt gut!

Im Februar 2019 erschien im Eulenspiegel Verlag Theodor Fontane. Ein Lebensbild in Anekdoten – herausgegeben von Gunter Schoß.

Gunter Schoß: Theodor Fontane. Ein Lebensbild in Anekdoten;
Eulenspiegel Verlag (2019); ISBN: 978-3359013976

Foto: © Mathias Scheuer | audioberlin.com
Gunter Schoß
Lehnitzer Lesung und Gespräch
01.12. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Daniela Dahn

Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute. Die Einheit – eine Abrechnung
Moderation: Paul Werner Wagner

Drei Jahrzehnte ist der Fall der Mauer her, aber die innere Spaltung zwischen Ost und West ist nicht überwunden. Trotz der Anpassung an das westliche Lebensmodell zeichnen sich auf der sozialen, mentalen und politischen Landkarte die einstigen Staatsgrenzen der DDR noch trennscharf ab. Warum? – Es wird Zeit, so Daniela Dahn, nicht mehr nur das DDR-Erbe aufzuarbeiten, sondern auch die 30 Jahre danach. Denn so manche Kluft ist mit der Vereinigung überhaupt erst entstanden, ob es um Integration, Medien und Kulturindustrie oder den Verfall unserer Werte geht. Daniela Dahn sieht keinen Anlass für ein „Weiter so“; sie plädiert vielmehr für „Vernunftmaximierung statt Profitmaximierung“.

Daniela Dahn: Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute.
Die Einheit – eine Abrechnung; Rowohlt Taschenbuch (2019);
ISBN: 978-3499001048

Foto: © Herrmann Willers
Daniela Dahn