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nein, wir haben uns in der Betreffzeile nicht vertippt. Und nein, wir kommen nicht aus der Zukunft. Wir blicken nur voller Vorfreude voraus. Erstens, weil wir am 5. Juli noch einen tollen Programmpunkt haben – die furiose zeitgenössische Version von Friedrich Wolfs Drama „Cyankali" aus dem Jahr 1929 mit Anna Stiede & Panzerkreuzer Rotkäppchen in Zusammenarbeit mit Katalin Gennburg. Und zweitens, weil wir danach in eine kleine Veranstaltungs-Sommerpause bis Ende August gehen. Dann heißt es für uns Kraft zu schöpfen fürs restliche Jahr. Denn natürlich geht es ähnlich furios weiter im Friedrich-Wolf-Literaturhaus Lehnitz.
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Darauf gehen wir in diesem Newsletter weiter unten ein. Zunächst blicken wir zurück. Einerseits auf unser (trotz etwas garstigen Wetters) wundervolles Frühlingsfest am vergangenen Samstag, andererseits auf die Vernissage zu unserer aktuellen Ausstellung „Tiere sehen" mit Grafiken von Johannes K.G. Niedlich. An dieser können sich unsere Gäste noch knapp drei Monate lang erfreuen, beispielsweise während unserer regulären Öffnungszeiten immer freitags von 12 bis 16 Uhr.
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Martin Sonneborn, das Trio Tobias Morgenstern und viele Helferinnen und Helfer bescherten uns ein herrliches Frühlingsfest 2026
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Die Ausstellung mit Grafiken von Johannes K. G. Niedlich ist eröffnet. Sie wird drei Monate lang im Friedrich-Wolf-Literaturhaus zu sehen sein.
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Als nächstes auf unserer Bühne begrüßen wir die 1987 in Jena geborene Darstellerin, Performencekünstlerin und Politologin Anna Stiede. Sie kam 2025 anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Friedrich-Wolf-Theaters in Eisenhüttenstadt in Kontakt mit dem „Cyankali"-Stoff und war nach eigenen Angaben „total baff", wie progressiv Friedrich Wolf als Arzt und Theatermacher gegen den Abtreibungsparagraphen 218 agierte.
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Ihre Neubearbeitung von „Cyankali" zieht eine eindringliche Linie von den Kämpfen arbeitender Frauen in der Weimarer Republik bis in unsere Gegenwart und beleuchtet, wie das Recht auf Schwangerschaftsabbruch den Fortschritt politischer Verhältnisse spiegelt. Und sie wirft einen Blick auf den Autonomieverlust, den ostdeutsche Frauen nach der Wende erlitten haben.
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Cyankali
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Zeitgenössische Neubearbeitung von Friedrich Wolfs Drama zum Paragraphen 218 aus dem Jahr 1929
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Nach der oben erwähnten Veranstaltungs-Sommerpause freuen wir uns auf zwei weitere großartige Nachmittage auf der Wolf-Bühne in unserem Kultur-Garten. Am 30. August ist die Schauspielerin und Autorin Ines Burdow bei uns zu Gast. Zwei Wochen später, am 13. September, folgt der Schriftsteller und Musiker Wenzel.
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Großes Theater auf Grundlage von Heinrich Manns Roman: Konzept/Text/Spiel: Ines Burdow, inszeniert von Anna Tenti
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Wenzel solo: Die Zeit der Irren und Idioten
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Immer wieder neu. Immer wieder überraschend. Jedes Konzert ein Abenteuer. Wenzel ist ein Meister der Improvisation.
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Weitere Gäste in diesem Jahr werden der Journalist, Drehbuchautor und Schriftsteller Maxim Leo (25. Oktober), die Historikerin und Sergej-Tulpanow-Biografin Inge Pardon (15. November) und die Kabarettistin Gisela Oechelhaeuser (6. Dezember) sein. Mehr dazu bald.
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Man kann es nicht anders sagen: Unsere Programmplaner waren fleißig und sie bleiben aktiv. Denn wir wollen viele Menschen erreichen. Wollen Interesse an Friedrich Wolf und der Friedrich-Wolf-Gesellschaft wecken oder erhalten. Und wollen kleine Zeichen setzen für Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit in unserer Zeit.
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Wir wünschen unseren Abonnentinnen und Abonnenten einen tollen Sommer und freuen uns auf Begegnungen – im Juli, im August, im September, immer wieder.
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