Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden in den Monaten Mai bis September bei schönem Wetter im wunderschönen Garten des Hauses Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz statt, ansonsten in der  Bibliothek des Wohnhauses von Else und Friedrich Wolf.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen.

Bitte melden Sie sich unter der folgenden E-Mail-Adresse an:
kontakt@friedrichwolf.de

 Bitte geben Sie dabei den Namen der Veranstaltung und die Anzahl der Personen an.

Andere
Lesung mit Musik
25.01. Sonntag | 15:00
Literaturhaus Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
Oranienburg (OT Lehnitz)
03301-524480
Lesung mit Musik

KEINE SORGE, WIR MACHEN DAS ZUM ERSTEN MAL!

Andrea Chudak und Yuki Inagawa
Kurze Anekdoten rund um den Konzertbetrieb

„Das Theater ist eine Irrenanstalt und die Oper die Abteilung für Unheilbare“. Wie wahr. Aber wenn dem so ist – was geschieht dann erst hinterm Vorhang? In der Vorbereitung der unmöglichen Künste? Oder noch – anders gesagt: Wüsste das Publikum, was Künstlerinnen und Künstlern so alles widerfährt, bevor oder auch während die schönen Töne sein Ohr erreichen, dann würde es schmunzeln oder auch schallend lachen.
Andrea Chudak hat einige ihrer Lieblingserlebnisse (alle wirklich stattgefunden!) notiert und gewährt tiefe Einblicke in den schönen Schein: da wird einiges eher aus der Not geboren, und man kann froh sein, dass manche Konzerte ein gutes Ende haben!
Diese Lektüre ist nicht nur für Eingeweihte eine Freude (die dann seufzen: Genau, das passiert andauernd!), er stürzt die Kunst vom Podest der Erhabenheit und macht klar, was wir vor uns haben: ein Handwerk. Bei dem eben mancherlei nicht klappt. Nichts ist menschlicher als der Irrtum.
Wenn dann trotzdem Musik daraus wird – was für ein Geschenk!

Andrea Chudak ist Opern- und Konzertsängerin, die sich mit unbändiger Neugier und entflammtem Herz in die vielen Bühnensituationen wirft, die sich ihr in ihrem regen musikalischen Leben bieten.
Dabei lernt sie oft neue Konzertorte kennen und erlebt so manch ungewöhnliche Situation mit all den langjährigen und neu dazugekommenen Mitstreitern an ihrer Seite.
Geboten wird ein humorvoller Blick hinter die Kulissen des Künstleralltags und dessen Herausforderungen.

Andrea Chudak (aus Fürstenwalde) ist Opern- und Konzertsängerin, die sich mit unbändiger Neugier und entflammtem Herz in die vielen Bühnensituationen wirft, die sich ihr in ihrem regen musikalischen Leben bieten.
Yuki Inagwa (aus Lehnitz) ist Konzertpianistin und Klavierlehrerin und begleitet Andrea Chudak seit Jahren zu zahlreichen Programmen am Klavier.

 

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Lehnitzer Lesung und Gespräch
15.02. Sonntag | 15:00
Literaturhaus Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
Oranienburg (OT Lehnitz)
03301-524480
Die Krise der Medizin in den 1920er Jahren

Leben im Umbruch

Eine Begegnung mit Friedrich Wolf und Martin Gumpert als Ärzte und Schriftsteller in der Weimarer Republik
Dr. med. Otto Ziehaus

Die Umwälzungen der Gesellschaft in den 1920er Jahren, denen sich die Weltkriegsgeneration stellen musste, waren tiefgreifend und sind bis heute nachwirkend.

Friedrich Wolf und Martin Gumpert waren maßgeblich beteiligt, als neue Gedanken und Wege in der Medizin jener Zeit betreten wurden.

Ihre sozialmedizinischen Konzepte und Projekte sowie ihre Vorstellungen einer Medizin, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, waren und sind bis heute wegweisend. Nicht nur als Ärzte, auch als Schriftsteller haben Friedrich Wolf und Martin Gumpert diese Zeit intensiv begleitet.

Der Vortrag zum Thema „Die Krise der Medizin in den 1920er Jahren“ von Dr. med. Otto Ziehaus wird daher von Gedichten und Texten beider Autoren, die die Zeit lebendig werden lassen, begleitet, gelesen von Jana Weinert.

Dr. med. Otto Ziehaus ist Facharzt für Nervenheilkunde. Nach oberärztlicher Tätigkeit im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in der Psychosomatik und in der Neurologie im Theodor-Wenzel-Werk ist er seit einigen Jahren ambulant tätig mit kassenärztlicher Niederlassung in Berlin. Komplementärmedizinische Ansätze begleiten seine ärztliche Tätigkeit seit 20 Jahren. Dazu kommen Vorträge und Lehrtätigkeit im Bereich der Komplementärmedizin seit vielen Jahren.

Lehnitzer Lesung und Gespräch
15.03. Sonntag | 15:00
Literaturhaus Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
Oranienburg (OT Lehnitz)
03301-524480
Lesung aus dem neuen Roman:

Schwebende Lasten

Annett Gröschner

Nicht weniger als ein ganzes Leben erzählt Annett Gröschner mit der Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause – mit einer Wucht und Poesie, wie sie nur dort entstehen können, wo die Literatur wirklichkeitssatt ist.

Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben. Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands – und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Romanen "Moskauer Eis" (2000) und "Walpurgistag" (2011). Zuletzt erschien bei Hanser ihr gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann verfasster Bestseller "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" (2024). Annett Gröschner wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin (Fontanepreis), dem Klopstock-Preis und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Oranienburg im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwochen.