Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden in den Monaten Mai bis September bei schönem Wetter im wunderschönen Garten des Hauses Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz statt, ansonsten in der  Bibliothek des Wohnhauses von Else und Friedrich Wolf.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen.

Bitte melden Sie sich unter der folgenden E-Mail-Adresse an:
kontakt@friedrichwolf.de

 Bitte geben Sie dabei den Namen der Veranstaltung und die Anzahl der Personen an.

Toni-Filmclub II. Halbjahr 2025
26.11. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Konrad Wolf – Retrospektive zum 100. Geburtstag

Genesung

(DEFA 1956, s/w, 106 min)
Gesprächspartnerin:Johanna Deventer; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Friedel Walter konnte sein Medizinstudium wegen Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges nicht beenden. In den Wirren der Nachkriegszeit arbeitet er lange unerkannt unter dem Namen des im Krieg gefallenen Dr. Müller als Arzt. Die Sache fliegt auf, als er im Krankenhaus in der Ehefrau seines Patienten Kerster, einem invaliden Antifaschisten, seine Freundin Irene aus Kriegszeiten erkennt. Sie hatte ihn, den damaligen Sanitäter, um Hilfe für den geflüchteten KZ-Häftling Ernst Mehlin gebeten. Walter Friedel stellt sich der Polizei. Für den Staatsanwalt ist es ein klarer Fall von Hochstapelei. Der Ratsvorsitzende ist aber jener Mehlin, dem Walter einmal geholfen hatte. Er sieht in Walter ein Opfer der Zeitläufte. Es ergeht ein mildes Urteil. Walter kann nun endlich sein Medizinstudium beenden.

„Die Harmonie zwischen Spiel, Musik und Fotografie ist beachtlich. Die geschaffenen Typen sind liebenswürdige Menschen, weil sie ehrlich beobachtet und wiedergesehen wurden.“ (Berliner Zeitung)

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

c: DEFA-Stiftung: Rudolf Meister
Berliner Filmmontag im Toni
01.12. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Berlin im Film II. Halbjahr 2025

Der Bruch

(DEFA 1966/90, s/w, 94 min)
Gesprächspartnerin: Angelika Waller; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Berlin 1946. Drei Männer – ein Profi-Ganove, ein zwielichtiger Kellner und ein Tresor-Spezialist – planen, die Lohngelder aus dem Reichsbahntresor zu rauben. Dafür brauchen sie einen Helfer, der die Decke aufstemmt. Der Maurerlehrling Bubi, der Geld braucht, um seiner Freundin zu imponieren, ist dazu bereit. Die Aktion verläuft erfolgreich, aber sofort ist die Polizei auf dem Plan: Neu-Kommissar Lotz weiß wenig. Sein 1933 abgehalfterter SPD-Kollege hat wenigstens Ahnung. Als die Einbrecher dingfest gemacht sind, gibt es ein unerwartetes Wiedersehen zwischen Tresor-Profi Bruno und Kommissar Lotz, die beide im gleichen Nazi-Knast saßen.

Die nostalgische Kriminalkomödie bietet glänzende Dialoge von Wolfgang Kohlhaase und darstellerische Leistungen vom Feinsten; ein Blick auf das Nachkriegs-Berlin in Trümmern, kurz bevor die Einheit Berlins zu Bruch ging.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni

  Mit freundlicher Unterstützung durch     

Toni-Filmclub II. Halbjahr 2025
03.12. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Konrad Wolf – Retrospektive zum 100. Geburtstag

Busch singt (Teil 5): "Ein Toter auf Urlaub"

(DEFA/ DFF 1982, s/w u. fa, 66 min)
Gesprächspartner: Eberhard Geick und Hans-Eckardt Wenzel; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Für Ernst Busch beginnen die Jahre des Schweigens, als er vor den vorrückenden deutschen Truppen 1940 von Belgien nach Südfrankreich deportiert wird und dort ins Lager kommt. Bei einem Fluchtversuch fasst ihn die Polizei und übergibt ihn der Gestapo. Die weiteren Stationen sind dann das Polizeigefängnis Berlin-Alexanderplatz, die Verurteilung in Moabit, das Zuchthaus Brandenburg und schließlich die Befreiung durch die Rote Armee 1945. Ernst Busch gibt sein erstes Konzert vor den Vertretern der alliierten Siegermächte.
 

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

c: DEFA-Stiftung: Eberhard Geick
Weihnachtslesung im Literaturhaus Friedrich Wolf
07.12. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Die etwas andere Weihnachtslesung

Die etwas andere Weihnachtslesung mit Texten zwischen Klassik und Moderne – märchenhaft, lyrisch, skurril, satirisch, schwarzhumorig.
Thomas Linke liest auch in diesem Jahr seine allseits beliebten Weihnachtsgeschichten – Herzerwärmendes und Katastrophen rund um das Fest der Liebe.
Thomas Linke steht seit mehr als 30 Jahren als Schauspieler auf der Bühne. In dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zu Lesungen und den unmittelbaren Kontakt zu seinem Publikum. Es wird besinnlich, liebevoll, bitterböse. 

Musikalische Begleitung: Leo von Auer (Klavier) und Arthur Schadt (Gesang)

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an: kontakt@friedrichwolf.de
oder über unsere Webseite www.friedrichwolf.de

Thomas Linke
Toni-Filmclub II. Halbjahr 2025
08.12. Montag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Konrad Wolf – Retrospektive zum 100. Geburtstag

Sonnensucher

(DEFA 1958/1972, s/w, 115 min)
Gesprächspartner: Dr. Rainer Karlsch und Hans-Eckardt Wenzel; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der Uranbergbau der Wismut AG führt 1950 die verschiedensten Menschen zueinander, teils sind es zur Arbeit Zwangsverpflichtete, teils Abenteuersuchende. Das Mädchen Lutz, das sich, früh verwaist, in der Nachkriegszeit prostituiert hatte, verliebt sich in den gutherzigen, aber wenig sensiblen Günter. Die Beziehung endet bald mit einer Enttäuschung für sie. Stattdessen werben der Obersteiger Beier und der sowjetische Ingenieur Sergej, dessen Frau im Krieg von Deutschen ermordet wurde, um sie. Die beiden Männer sind Rivalen, müssen sich aber im Interesse der gemeinsamen Aufgabe miteinander arrangieren. Lutz entscheidet sich für Beier, der sie als Frau achtet und ihr Geborgenheit gibt. Doch spürt sie, dass ihre wahre Liebe Sergej gehört

Der beeindruckende Film besticht durch schauspielerisches Können, imposante Bilder aus der Arbeitswelt unter Tage und herrliche Milieustudien der deutschen und russischen Bergleute. Der Film wurde im Juni 1959, einen Tag vor der angekündigten Premiere, durch ein Veto der Sowjetunion verboten, da er das Geheimnis des Uranabbaus verraten könnte. Erst 1972 durfte er einmal im Fernsehen und dann nur noch in Studiokinos der DDR gezeigt werden.
 

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

c: DEFA-Stiftung: Herbert Kroiss
Toni-Filmclub II. Halbjahr 2025
21.12. Sonntag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Konrad Wolf – Retrospektive zum 100. Geburtstag

"Die Zeit, die bleibt" - ein Film über Konrad Wolf

(DFF-Dokumentarfilm 1985, s/w u. fa, 107 min)
Gesprächspartner: Lew Hohmann; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der Film folgt den Stationen des Lebensweges von Konrad Wolf (20.10.1925 –7.3.1982): Kindheit in Süddeutschland, Jahre der Emigration in Moskau, Rückkehr nach Deutschland als Offizier der Sowjetarmee, Kulturreferent bei der SMAD Halle-Merseburg, Studium am WGIK, seine Filme und die Zeit als Präsident der Akademie der Künste der DDR. Interessant: das Moskau der 30er Jahre, die ungewöhnliche Sicht auf eine Stadt. Beeindruckend die Tagebuchnotizen Konrad Wolfs von 1943. Emotionen wecken die Aussagen seiner Freunde, George und Victor Fischer, ebenfalls Emigrantenkinder, Kameramann Werner Bergmann, Bildhauer Wieland Förster, Drehbuchautor Angel Wagenstein. So vermittelt der Film Motive einer ungewöhnlichen Biografie in einer bewegenden Zeit. Wie nutzte ein Mensch jene knappen sechs Jahrzehnte seines Lebens? Was davon ist in der Erinnerung seiner Zeitgenossen bewahrt? Was muss von diesem Lebensweg bleiben als Mahnung, Forderung an die Nachgeborenen? Eine filmische Erinnerung an einen bedeutenden Künstler, der viel und den vieles bewegte, Gedenken an einen klugen, sensiblen und verletzlichen Menschen und Dokumentation eines aufregenden Schicksals in unserem Jahrhundert.
 

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

c: DEFA-Stiftung: Werner Bergmann