Veranstaltungen

nd-Filmclub im Kino Toni
25.04. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1986, fa 95 min

Fahrschule

Gespräch mit Otto Mellis | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Steinköhler ist passionierter Fußgänger. Steinköhler überrascht  seine Frau mit einem Autokauf. Doch seine Frau hat gerade nach jahrelanger Wartezeit einen neuen Wartburg bekommen. Nun hat die Familie zwei Wagen, aber keinen Führerschein. Beide haben denselben Fahrlehrer und während Steinköhler von Lehrer Hempel heftig kritisiert wird, erhält seine Frau  Lob. Probleme sind vorprogrammiert...
Hervorragende Darsteller zeigen auf äußerst amüsante Art die auch heute noch bekannten Ängste und Ärgernisse vieler Fahrschüler. Die gut gespielte Komödie wirft ironische Schlaglichter auf den Alltag in der DDR.
Der Film erlebte am 20. November 1986 im Berliner Kino International seine Premiere. Am 20. Juni 1989 lief er erstmals im DDR-Fernsehen und wurde am 6. Januar 1990 erstmals im ZDF im bundesdeutschen Fernsehen gezeigt.

Regie: Bernhard Stephan, Drehbuch: Bernd Schirmer und Bernhard Stephan, Kamera: Peter Badel, Musik: Christian Steyer, Darsteller: Jörg Gudzuhn, Otto Mellies, Kata Kánya, Daniela Hoffmann, Simone von Zglinicki, Steffie Spira, Hilmar Baumann, Jaecki Schwarz, Detlev Heintze

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Tageszeitung neues deutschland,  Kino TONI und Berliner Film- und Fernsehverband

Im Gespräch
03.05. Donnerstag | 18:30
RUSSISCHES HAUS 
der Wissenschaft und Kultur 
Friedrichstraße 176-179 
10115 Berlin

Vladimir Kotenev

Warum eine Verständigung von Russen und Deutschen so wichtig ist und warum wir Brückenbauer mehr denn je brauchen
Gespräch mit dem früheren russischen Botschafter in Deutschland Herrn Vladimir Kotenev | Moderation: Paul Werner Wagner

Unser Gast Vladimir Kotenev, Jahrgang 1957, ist keine unbekannte Größe in Deutschland. Bereits der Vater von Vladimir Kotenev war im diplomatischen Dienst tätig. Deshalb hat Vladimir als Kind drei Jahre in Neu Delhi gelebt. Nach dem Schulabschluss absolvierte er das Studium der Politik und Germanistik am Staatlichen  Moskauer Institut für Internationale Beziehungen. Von 1979 – 1984 arbeitete Kotenev im Sowjetischen Konsulat in den Westsektoren von Berlin und danach zwei Jahre bei der Sowjetischen Botschaft in der DDR – Unter den Linden. Nachdem er lange Jahre in verantwortungsvollen Positionen des russischen Außenministeriums tätig war, bekleidete er von 2004 – 2010 das Amt des Botschafters der Russischen Föderation in Deutschland. Auf der Trauerfeier für Markus Wolf hielt er eine bewegende Trauerrede. Er liebt die deutsche Sprache und Kultur, kennt die sprachlichen und kulturellen Unterschiede in Mitteleuropa und setzte sich vehement für die Verbesserung der deutsch-russischen Beziehungen ein.

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf: Vladimir Kotenev, 2006
Vladimir Kotenev, 2006
Russischer Filmabend
08.05. Dienstag | 18:00

Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur
Friedrichstraße 176–179
10117 Berlin-Mitte

Kartenvorbestellung:
(030) 20302320

UdSSR 1959, 88 min

Ballade vom Soldaten

Zum Tag der Befreiung
Einführung und Publikumsgespräch: Paul Werner Wagner

Zweiter Weltkrieg. Der Film ist die Chronik eines bevorstehenden Todes. In Rückblenden erzählt er die letzten Tage im Leben des Soldaten Aljoscha. Für einen wagemutigen Einsatz soll er einen Orden bekommen. Er erbittet sich jedoch eine Heimreise. Vier Tage Heimaturlaub führen ihn durch das vom Zweiten Weltkrieg geschüttelte Russland; auf dieser letzten Fahrt zum mütterlichen Haus wird er mit dem gesamten Spektrum der menschlichen Existenz konfrontiert: Todesangst, Mitgefühl, Liebe und erbarmungslose Ohnmacht vor der Geschichte.

Der mehrfach preisgekrönte Film (u. a. Goldene Palme in Cannes und Oscar-Nominierung) habe dem „Heldentum und der Menschlichkeit des sowjetischen Soldaten ein unvergessliches Denkmal gesetzt“ und sei „ein Kunstwerk von seltener Reinheit und Größe, ein Edelstein des Filmes“, schrieb das ND am 11. Juni 1960.

Eine Veranstaltungsreihe der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit dem Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur, der Tageszeitung neues deutschland und dem Go East Generationen e. V.

Foto: Pralle Sonne
Lehnitzer Lesung und Gespräch
20.05. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80
Zum 120. Geburtstag von Else Wolf

Gefährtin eines Feuerkopfs

Lesung mit Heidemarie Wenzel
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Tatjana Trögel und Bodo Becker

Es war der jungen Remscheiderin Else Dreibholzaus bürgerlichem Hause nicht in die Wiege gesungen, dass sie Ihr Schicksal mit der Umtriebigkeit eines Dramatikers verbinden würde, der die Welt verändern will. Eine tiefe und fast bedingungslose Liebe verband sie mit Friedrich Wolf, der als Jude und Kommunist über Jahre des Kampfes, der Flucht und des Exils gleichzeitig Gefährte, Ehemann und Vater war, aber auch immer wieder lange fern – an Theatern, auf Reisen, interniert oder an der Front. Else Wolf, in der Familie Meni genannt, blieb auch im Moskauer Exil der Fels in der Brandung, war Ort der Heimkehr in der Fremde, zeigte Mut und half Verfolgten, sorgte sich um Freunde, auch um die Geliebten ihres Mannes und deren Kinder.
In Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen wird die berührende Geschichte einer Liebe in den Aufbrüchen, Kämpfen und Niederlagen des 20. Jahrhunderts erzählt.

1968 wird Else Wolf Ehrenbürgerin von Lehnitz.
Seit 50 Jahren ist der Titel Ausdruck ihres Engagements für Bildung und Kultur in der Gemeinde, des Respektes vor einem würdevollen Leben.

Historiker und Ortschronist Bodo Becker kennt als Lehnitzer die Geschichte der Bewohner der Waldsiedlung in Lehnitz, zu denen auch die Wolfs und einige der bekannten Intellektuellen gehörten, mit denen sie Kontakte und Freundschaften pflegten. Tatjana Trögel kann aus dem Erleben ihrer Großeltern erzählen und ist mit Geschichten und Erinnerungen um Meni vertraut, die sie noch mit ihrer ersten Urenkelin bekanntmachen konnte.

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf: Else und Friedrich Wolf zur Premiere von „Cyankali“ 1929 in Berlin
Else und Friedrich Wolf zur Premiere von „Cyankali“ 1929 in Berlin
Frühlingsfest
26.05. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Renate Krößner | Moderation: Paul Werner Wagner

Wir laden Mitglieder, Freunde und Gäste zum traditionellen Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Haus und Garten von Else und Friedrich Wolf. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Frühlingsausflug mit Ihrer Familie, Freunden und Bekannten. Besonders freuen wir uns, die Schauspielerin Renate Krößner als prominente Gesprächspartnerin von Paul Werner Wagner begrüßen zu können. Begleitet wird der Nachmittag mit Musik und der bewährten Bewirtung durch das Team von Horst Niebel vom Lehnitzer Schweizerhaus.

Programm
14:00 Uhr    Eröffnung mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Brätel, Bier und Wein und musikalischer Einstimmung
14:45 Uhr    Begrüßung durch Paul Werner Wagner, Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft
15:00 Uhr    Gespräch Renate Krößner und Paul Werner Wagner
16:00 Uhr     Ausklang mit Musik, Zeit für Gespräche und Führung durch das Haus von Else und Friedrich Wolf

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf: Renate Krößner im Gespräch mit Paul-Werner Wagner, 2014 in Wolfen
Renate Krößner im Gespräch mit Paul-Werner Wagner, 2014 in Wolfen
nd-Filmclub im Kino Toni
30.05. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1969, s/w, 95 min

Mohr und die Raben von London

Gespräch mit Prof. Dr. Dieter Wiedemann, Peter Rabenalt (angefr.) | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Das Jahr 1856. Karl Marx lebt in London im Exil. Durch einen 13 Jahre alten Arbeiterjungen, der jeden Tag zwölf Stunden in einer Spinnerei arbeitet, wird er mit dem Leid der Kinderarbeit konfrontiert. Der Film entstand anlässlich des 150. Geburtstages von Karl Marx.

Regie: Helmut Dziuba; Drehbuch: Margot Beichler, Helmut Dziuba nach Ilse und Vilmos Korn; Kamera: Helmut Bergmann; Musik: Peter Rabenalt; Darsteller: Alfred Müller, Barbara Adolph, Marina Propp, Christina Daum, Barbara Dittus, Mathias Redweik, Helmut Straßburger, Peter Reusse

Im Gespräch
05.06. Dienstag | 18:30
Ort wird verlegt und noch bekanntgegeben, da Cafè Sibylle ab 1. April geschlossen ist

Meinungsfreiheit oder die Macht der Medien

Lesung und Gespräch mit Dr. Dieter Korczak | Moderation: Paul Werner Wagner

Das von Dr. Korczak herausgegebene Buch Meinungsfreiheit oder die Macht der Medien setzt sich mit den Entwicklungen in der Medienwelt auseinander, die durch die digitalisierte Verbreitung von Nachrichten hervorgerufen worden sind. Erfahrene Journalisten aus Funk und Fernsehen, Online- und Printmedien sowie Wissenschaftler schildern anhand verschiedener Beispiele, wie die sogenannten Mainstream-Medien die öffentliche Diskussion prägen. Der Druck zur schnellen Verwertung und Verbreitung von Nachrichten steigt. Breaking News bestimmen das Tagesgeschehen. Die Macht suggestiver Bilder ersetzt häufig fundierte und ergebnisoffene Recherche. Investigativer Journalismus ist zum Luxus geworden. Zwar ist die Meinungs- und Pressefreiheit durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt. Doch äußere Bedrohungen durch Terrorismus, aber auch staatliche Zensur nehmen ebenso zu wie die „Schere im Kopf“. Erschwert wird die individuelle Meinungsbildung auch durch den „Informationskrieg“, der von den Großmächten im Internet und in den sozialen Medien angezettelt worden ist. Der Band widmet sich intensiv der Frage, inwieweit Journalisten und Medien ihrer Aufklärungs- und Kontrollfunktion gerecht werden können.

Dr. Dieter Korczak (* 1948) ist Soziologe und war  u. a. bei Reemtsma, Infratest und Marplan tätig. Er lehrte als Dozent für Medizinsoziologie an der Fachschule Nordhessen. Korczak war Vorsitzender der Interdisziplinären Studiengesellschaft für Praktische Psychologie (ISG) in München. Korczak war als Gutachter am 1., 2. und 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung beteiligt. Am 2. November 2010 wurde er zum Präsidenten der European Society for Opinion and Marketing Research (EDOMAR) gewählt.

Foto: ©Privatarchiv Dr. Dieter Korczak
Dr. Dieter Korczak