Veranstaltungen

Auch unter den aktuell schwierigen Bedingungen wollen wir mit unseren Mitgliedern und Interessenten im Gespräch bleiben und ihnen inhaltlich anspruchsvolle Veranstaltungen bieten – dies jedoch vorerst nicht in persönlichen Zusammentreffen, sondern indem wir unsere Lehnitzer Lesungen und Gespräche aufzeichnen und dann online zur Verfügung stellen. Das hat mit dem ersten derartig angebotenen Gespräch zwischen Hans-Eckardt Wenzel und Paul Werner Wagner im Dezember des vergangenen Jahres sehr erfolgreich funktioniert – nahezu 500 Aufrufe dieser Sendung bisher belegen das eindrucksvoll.
Wir planen zunächst für die Monate Januar, Februar und März 2021 jeweils eine derartige Veranstaltung. Den Veröffentlichungstermin geben wir sowohl über unsere Internetseite als auch per Newsletter rechtzeitig bekannt. Diese Aufzeichnungen werden dann über einen längeren Zeitraum online zur Verfügung stehen.

Lehnitzer Forum
14.03. Sonntag | 10:00

online

Literatur im Dialog

Prof. Dr. Carsten Gansel im Gespräch mit Paul Werner Wagner
März 2021

Beginnen werden wir mit einem Gespräch, das Paul Werner Wagner mit Prof. Dr. Carsten Gansel (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen) zum Thema „30 Jahre Deutsche Einheit und das kulturelle Erbe der DDR-Literatur“ führen wird und das voraussichtlich ab dem 28. Februar zur Verfügung steht. Vorherige Ankündigungen zu einem früheren Termin waren aufgrund der Quarantäne eines Aufnahmetechnikers terminlich leider nicht realisierbar. Eine weitere Verzögerung brachte dann noch der Wintereinbruch im Februar, der zu gefährlichen Straßenverkehrsverhältnissen führte, so dass eine erneute Terminverschiebung notwendig war. 

Prof. Dr. Carsten Gansel ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer. Er hat mehr als 250 wissenschaftliche Aufsätze verfasst, die sich mit Autoren wie Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Erich Kästner, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Erich Loest, Hans Werner Richter, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann, Günter Grass, Erwin Strittmatter oder Jenny Erpenbeck beschäftigen. Darüber hinaus hat er in Beiträgen unterschiedliche Literatursysteme untersucht, ist dem Verhältnis von Literatur und Gedächtnis nachgegangen oder hat sich auf der Grundlage der systemtheoretischen Arbeiten von Niklas Luhmann seit 2008 mit der Rolle von Störungen in Literatur- und Mediensystemen auseinandergesetzt.

Carsten Gansel hat mehr als 70 Publikationen verantwortet, die der Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts gewidmet sind und ausgewählten Fragen der Theorie der Literatur nachgehen.

Darüber hinaus ist er Autor und Mitherausgeber von Lehrwerken für den gymnasialen Deutschunterricht, die im Cornelsen Verlag erschienen sind („Deutsch plus“).
Hervorzuheben sind auch seine neuesten Bücher und Veröffentlichungen, zum einen „Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur: Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West“ und zum anderen der von ihm herausgegebene Schriftwechsel zwischen Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer unter dem Titel „Ich möchte so gern ein Held sein“ (Mitherausgeberin: Kristina Stella).  Ebenso verdienstvoll ist die Herausgabe von Werner Lindemanns nachgelassenen Erinnerungen „Beichte. Ein Lebensbericht“.

             

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie beim Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

Foto: Buchcover
ASIN: B01ATPTFWY | ISBN-10 : 3957321174
Buchcover: Literatur im Dialog. Gespräche mit Autorinnen und Autoren 1989 – 2014