Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Wir freuen uns sehr, dass wir ab dem 6. Juni 2021 mit Veranstaltungen und Lesungen in unserem Garten beginnen können.

Wichtige Hinweise: Da die Anzahl der Teilnehmer*Innen aufgrund der geltenden Bestimmungen der COVID-19-Eindämmungsverordnung des LAVG Brandenburg begrenzt werden muss, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen. (siehe Menü oben).

Dies kann ebenfalls telefonisch unter der Nummer
03301-5796987

oder über das Anmeldeformular:
Link zum Anmeldeformular

sowie auch per E-Mail an die Adressen
kontakt@friedrichwolf.de bzw. besuch.gedenkstaette@friedrichwolf.de erfolgen.

Bitte beachten Sie auch unbedingt unser Hygienekonzept, das die Regeln zum Infektionsschutz enthält: zum Hygienekonzept

 

Sommerfest
27.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Der Höhepunkt des Jahres 2021:

Sommerfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft - 27. Juni

Andrej Hermlin und die "Swingin' Hermlins" mit toller Musik zum Swingen und Tanzen
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Andrej Hermlin

Wir machen aus der Not eine Tugend. Aus dem traditionellen Frühlingsfest im Garten von Else und Friedrich Wolf wird 2021 ein Sommerfest!

Abend für Abend seit März 2020 spielt Andrej Hermlin mit seinen „Swingin‘ Hermlins“ aus seinem Wohnzimmer live gegen Verdrossenheit, Resignation und Ignoranz an - am Tag unseres Sommerfestes wird es die 470. Sendung geben. Kultur als Grundnahrungsmittel in ihrer schönsten Form, denn Sie kann mit dem Lebensgefühl aus den golden Jahren des Swing der 20er und 30er Jahre Menschen auf der ganzen Welt mitreißen und bezaubern.

Wie Andrej bei seinem Vater auf den alten Schallplatten sofort von dieser Musik gefesselt war, haben sie seine Kinder Rachel und David seit ihrer Kindheit aufgesogen und sind heute zu mitreißenden Entertainern und Sängern der Band geworden. Wenn sie singen und tanzen, verbreitet sich dieses unwiderstehliche Flair, als hätte man gerade ein Glas Champagner getrunken.

Erfahren Sie mehr über Andrej Hermlin, über seine Frau Joyce, die ihm eine neue Welt eröffnete, über das Glück, mit seinen Kindern Musik zu leben, über die Bühnen der Welt, auf denen die Hermlins zu Hause waren, und seine streitbare Sicht auf diese Zeit und das Schwinden der Kultur. Im Gespräch mit Paul Werner Wagner wird auch über die Nähe zum Vater zu sprechen sein, dem deutschen Schriftsteller Stephan Hermlin, der mit seinen Büchern und seinem Ringen um die Möglichkeiten von Kultur wichtige Spuren in der Literatursprache der DDR hinterlassen hat.

Mit seiner Musik und seiner Band hat Andrej Hermlin eine ganz eigene Sprache gefunden, mit der er die Herzen seines Publikums gewinnt.

 

Bitte füllen Sie unser Anmelde-Formular für einen Besuch der Veranstaltung aus. Coronabedingt sind verpflichtet, diesen Nachweis zu führen. Vielen Dank!

Bild: (The Swingin' Hermlins) © Uwe Hauth
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Bitte unbedingt rechtzeitig anmelden (Telefon oder Mail)!
06.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Uwe Preuss

Katzensprung
Moderation: Paul Werner Wagner

Uwe Preuss, der Autor des autobiographischen Buches "Katzensprung", begann seine Karriere als Schauspieler an verschiedenen Berliner Theatern. Seit Anfang des Jahrtausends ist er vorwiegend in TV- und Film-Produktionen zu sehen. Er wurde 1961 in Dresden geboren.

Durch den Beruf seines Vaters, der als Ingenieur arbeitete, verbrachte er seine Kindheit jedoch in Sao Paulo in Brasilien. Zurück in der DDR hatte Preuss stets Schwierigkeiten, sich im Alltag des Landes zurechtzufinden. Jahre später stellte er einen Ausreiseantrag und ging 1984 nach West-Berlin. Er absolvierte ein Schauspielstudium an der dortigen Hochschule der Künste, das er 1989 abschloss. 1995 erhielt er ein Engagement beim Berliner Ensemble, dem er bis 2002 angehörte. Seitdem ist er als freischaffender Schauspieler tätig. Regelmäßig steht er noch an verschiedenen Berliner Theatern auf der Bühne, arbeitet inzwischen aber vorwiegend für das Fernsehen und das Kino. So ist der Schauspieler häufiger Gast in beliebten deutschen Krimi-Reihen wie „Tatort“ oder „Soko“. Im „Polizeiruf 110“ aus Rostock ist der gebürtige Dresdner regelmäßig als Vorgesetzter Henning Röder zu sehen.

„Katzensprung“ wird in fünfzehn autobiographischen Kapiteln erzählt. Der Großvater, welcher sich nach vier Ehen und zehn Berufen von einem Raddampfer in die Elbe stürzte, spielt eine besondere Rolle darin. Doch ein Selbstläufer ist diese Familiengeschichte nicht, dafür ist sie dann doch nicht spektakulär genug, Uwe Preuss schreibt eindrücklich und bildhaft, so dass es eine Freude ist, sein Buch zu lesen.

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. 

Foto: (Uwe Preuss)  © Volker Roloff

Beachten Sie unser Hygienekonzept

Uwe Preuss: Katzensprung, S.Fischer Verlage, März 2020, ISBN-10 : 3103974264
Foto Uwe Preuss
Theater online
21.05. Freitag | 20:00

Der Erwerb eines Tickets (10,00 € pro Person) ist Voraussetzung, um die Aufführung online anschauen zu können.

http://www.kurzelinks.de/sprechwerk-spielplan

Prof. Mamlock - Livestream

Prof. Mamlock

Nach dem Drama von Friedrich Wolf

Mit: Gustav Peter Wöhler, Maria Hartmann, Stephan Arweiler, Jasmin Buterfas, Joachim Liesert, Ines Nieri, Christoph Plöhn, Holger Umbreit
Regie: Aron H. Matthiasson
Komposition: David Bircher
Produktion: Hamburger Sprechwerk im Rahmen der "Wortgefechte"-Reihe in Zusammenarbeit mit umbreit Entertainment e. K.
henschel SCHAUSPIEL, Theaterverlag Berlin GmbH

Der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf verfasste "Professor Mamlock" kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Exil.

Die Fassung des Theaters "Hamburger Sprechwerk"  kratzt an der Gegenwart, reflektiert dabei aktuelle politische Ereignisse und entdeckt Parallelen.
Übergriffe auf Synagogen, Moscheen und Flüchtlingsheime nehmen stetig zu; die Abneigung gegen das Fremde wächst, und gleichzeitig verstummt die Menge, der es voller Entsetzen die Sprache verschlägt.
Was bleibt, ist die Fassungslosigkeit und eine sich aufdrängende Frage: Wie schnell kann eine Gesellschaft ihre eigene Geschichte verleugnen oder vergessen?

Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und NEUSTART KULTUR - Back to Stage.

Lehnitzer Lesung und Gespräch
Literatur im Dialog -- online --
18.04. Sonntag | 18:00
Wir setzen unsere Lehnitzer Reihe fort mit einem Gespräch zum neuesten Buch von Daniela Dahn:

TAMTAM UND TABU.

Die Einheit: Drei Jahrzehnte ohne Bewährung.
Ein Buch von Daniela Dahn und Rainer Mausfeld. Paul Werner Wagner im Gespräch mit Daniela Dahn.

1990 gilt als das wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte. Alles scheint gesagt. Die Tabus überdauern.

Die renommierte Essayistin und Mitbegründerin des "Demokratischen Aufbruchs" in der DDR Daniela Dahn und der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld nehmen sie ins Visier mit einem Blick auf bislang unterschätzte Zusammenhänge. Daniela Dahn untersucht, wie in atemberaubend kurzer Zeit die öffentliche Meinung mit großem Tamtam in eine Richtung gewendet wurde, die den Interessen des Westens entsprach. Mit ihrer stringenten Zusammenschau reichen Materials aus den Medien wird das offizielle Narrativ über die Wende erschüttert. Rainer Mausfelds Analyse zeigt die Realität hinter der Rhetorik in einer kapitalistischen Demokratie. Die gemeinschaftlichen Analysen werden in einem grundlegenden Gespräch vertieft und liefern einen schonungslosen Befund des gegenwärtigen Zustands der Demokratie.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie bei Enrico Geissler vom Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

ISBN-13 : 978-3864893131
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Literatur im Dialog -- online --
30.03. Dienstag | 18:00

https://youtu.be/EEpBbxbkD2s

online

Unsere zweite Gesprächsveranstaltung 2021 gilt folgendem Thema:

Gunnar Decker: „Zwischen den Zeiten – Die späten Jahre der DDR“

Ein neuer Blick auf die Literatur der späten DDR-Jahre
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Gunnar Decker

Hier der Link zur Aufnahme: http://youtu.be/EEpBbxbkD2s

 

Das Buch von Gunnar Decker erzählt die Spätphase der DDR als Geschichte ihrer damaligen Literatur. Dadurch möchte der Autor den „westlichen Siegerblick“ korrigieren und zeigen, dass der Emanzipationsprozess in der DDR lange vor 1989 begann.

30 Jahre nach der deutschen Einheit sind diejenigen, die die Vorwende- und Wendezeit als junge Menschen erlebt haben, in einem Alter, in dem man sich erinnert, sich seiner vielleicht noch einmal selbst vergewissert, einiges vor dem Vergessen bewahren, anderes geraderücken will.

Literatur ist immer Teil der Gesellschaft, oft Teil der Politik, in der DDR war sie beides in besonderem Maß. „Kunst“, schreibt Gunnar Decker, „war in der DDR nicht allein Lebens- sondern Überlebensmittel.“ Autorinnen und Autoren hatten großes Selbstbewusstsein – „kein Wunder, ihre Stellung in der DDR-Gesellschaft ist königgleich“.

Die Biermann-Ausbürgerung hatte die DDR-Gesellschaft 1976 in eine Melancholie gestürzt, aus der sie 1985 mit Michail Gorbatschow erwachte. Jetzt kehrte die Utopie zurück. Vor allem Intellektuelle, Künstler und Aussteiger aller Art lebten sie. Dem westlichen Siegerblick nach 1990, der die Geschichte der Ostdeutschen bis heute dominiert, entgeht zumeist dieser Emanzipationsprozess, der lange vor 1989 einsetzte. Umso mehr scheint hier eine Korrektur nötig: die Aneignung der eigenen – höchst widersprüchlichen – Geschichte durch die Akteure dieser Geschichte.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie bei Enrico Geissler vom Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

Buchcover
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
14.03. Sonntag | 15:00

-- online --

Beginnen werden wir mit einem Gespräch, das Paul Werner Wagner mit Prof. Dr. Carsten Gansel zum Thema „30 Jahre Deutsche Einheit und das kulturelle Erbe der DDR" geführt hat.

Literatur im Dialog

Prof. Dr. Carsten Gansel im Gespräch mit Paul Werner Wagner
März 2021

Hier der Link zur Aufnahme:    https://www.youtube.com/watch?v=U3f_u_YRGV8

 

Prof. Dr. Carsten Gansel ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen) . Er hat mehr als 250 wissenschaftliche Aufsätze verfasst, die sich mit Autoren wie Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Erich Kästner, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Erich Loest, Hans Werner Richter, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann, Günter Grass, Erwin Strittmatter oder Jenny Erpenbeck beschäftigen. Darüber hinaus hat er in Beiträgen unterschiedliche Literatursysteme untersucht, ist dem Verhältnis von Literatur und Gedächtnis nachgegangen oder hat sich auf der Grundlage der systemtheoretischen Arbeiten von Niklas Luhmann seit 2008 mit der Rolle von Störungen in Literatur- und Mediensystemen auseinandergesetzt.

 

Carsten Gansel hat mehr als 70 Publikationen verantwortet, die der Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts gewidmet sind und ausgewählten Fragen der Theorie der Literatur nachgehen.

Darüber hinaus ist er Autor und Mitherausgeber von Lehrwerken für den gymnasialen Deutschunterricht, die im Cornelsen Verlag erschienen sind („Deutsch plus“).
Hervorzuheben sind auch seine neuesten Bücher und Veröffentlichungen, zum einen „Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur: Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West“ und zum anderen der von ihm herausgegebene Schriftwechsel zwischen Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer unter dem Titel „Ich möchte so gern ein Held sein“ (Mitherausgeberin: Kristina Stella).  Ebenso verdienstvoll ist die Herausgabe von Werner Lindemanns nachgelassenen Erinnerungen „Beichte. Ein Lebensbericht“.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie beim Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

             

 

Foto: Buchcover
ASIN: B01ATPTFWY | ISBN-10 : 3957321174
Buchcover: Literatur im Dialog. Gespräche mit Autorinnen und Autoren 1989 – 2014
Lehnitzer Lesung und Gespräch
online
13.12. Sonntag | 15:00

-- online --

online

Hans-Eckardt Wenzel

Konrad Wolf: Chronist im Jahrhundert der Extreme
Moderation: Paul Werner Wagner

Link zum Gespräch auf Youtube >>

Im Verlag  DIE ANDERE BIBLIOTHEK  erschien im Herbst 2019 "Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme". Der Musiker, Sänger und Schriftsteller Hans-Eckardt Wenzel und die ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags Dr. Antje Vollmer werfen einen Blick auf Leben und Werk von Konrad Wolf, des wichtigsten Filmemachers der DDR. Rekonstruiert wird die vernachlässigte Perspektive Ostdeutschlands auf die Verheerungen und Hoffnungen des 20. Jahrhunderts. Wolfs Filme geben Aufschluss über die Gründe und Verheißungen einer "sozialistischen Alternative"; dialogisch entwickeln Antje Vollmer aus dem Westen und Hans-Eckardt Wenzel aus dem Osten eine gesamtdeutsche Erzählung vom Scheitern und Gelingen – vom Verhältnis von Kunst zu Wirklichkeit.

Mit freundlicher Unterstützung des Brandenburgischen Literaturrates aus Mitteln des MWFK.

https://www.facebook.com/Friedrich-Wolf-Gesellschaft-103377321619022

Dr. Antje Vollmer, Hans-Eckardt Wenzel: Konrad Wolf. Chronist im Jahrhundert der Extreme; Verlag: Die Andere Bibliothek (2019); ISBN: 978-3847704164

 

Buchcover: Antje Vollmer und Hans-Eckardt Wenzel