Veranstaltungen

Andere
Zeitzeugen im Gespräch
07.03. Dienstag | 18:30

Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin

(030) 29 35 22 03
info@cafe-sibylle.de

Eine Frage der Haltung

Gespräch mit Dr. Helmut Recknagel | Moderation: Paul Werner Wagner

Helmut Recknagel war der erste nichtskandinavische Skispringer, der auf dem Holmenkollen siegte. Der 1937 in Steinbach-Hallenberg geborene Thüringer gewann dreimal die Vierschanzentournee, holte Weltmeister-Titel und Olympiagold. Über ein halbes Jahrzehnt bestimmte Helmut Recknagel das Niveau des Skispringens, war einer der ersten großen DDR-Sport-Stars. Nach dem Ende seiner Sportkarriere holte er die Hochschulreife nach, studierte Veterinärmedizin und promovierte. Nach 1990 war er auch als Unternehmer erfolgreich. Seinem Auftreten, bei dem er stets Augenmaß und Charakter bewies, zollte man in beiden deutschen Staaten Respekt. Mit allem, was er tat, bewies er Haltung. Auf der Schanze wie im Leben. 2011 wurde Helmut Recknagel in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Eine Veranstaltung von Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Edition Die Möwe und Café Sibylle.

Foto: Bundesarchiv
Helmut Recknagel beim Skispringen
Lehnitzer Lesung und Gespräch
19.03. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80
Zum 25jährigen Bestehen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Nachruf auf Lebende. Die Flucht –von Christa Wolf

Jutta Hoffmann liest Christa Wolf | Moderation: Paul Werner Wagner

1971 schreibt Christa Wolf (1929-2011) erstmals sehr persönlich über ein Thema, das sie ihr Leben lang begleitet: Die dramatische Flucht ihrer Familie aus Landsberg an der Warthe im Januar 1945. Aus der Perspektive einer Fünfzehnjährigen beschreibt sie das Trauma und bietet auch ungeschönt Einblicke in das Leben ihrer Familie: Die dominante Mutter als Mittelpunkt der Familie, die das Offensichtliche ignoriert – die beunruhigenden Nachrichten von der Front und die Flüchtlingsströme aus dem Osten. Bis zu jenem Wintermorgen, an dem plötzlich vollgestopfte Säcke im Flur stehen und auch die Mutter begreift, dass ein Bleiben unmöglich ist. Diese Erzählung ist der Auftakt zum späteren Roman Kindheitsmuster, dem autobiografischen Meisterwerk, das zur Weltliteratur gehört.  

Jutta Hoffmann zählte ab Ende der 1960er Jahre zu den bekanntesten Schauspielerinnen der DDR. Grandios spielte sie die Hauptrollen in den Filmen Karla, Kleiner Mann, was nun?, Junge Frau von 1914, Der Dritte, Die Schlüssel, Das Versteck und Geschlossene Gesellschaft. Seit Beginn der 1980er Jahre gehört Jutta Hoffmann zu den bedeutendsten Darstellerinnen im deutschsprachigen Raum.

Buchvover
nd-Filmclub im Kino Toni
29.03. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1957, s/w, 81 min

Berlin – Ecke Schönhauser

Gespräch mit Wolfgang Kohlhaase | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Unter dem U-Bahn-Bogen Schönhauser Allee treffen sich regelmäßig halbwüchsige Jungen und ein Mädchen. In groben Unfug ausartende Mutproben lassen sie ihren häuslichen Frust über einen betrunkenen Stiefvater, den störenden Liebhaber der Mutter oder erste kriminelle Entgleisungen vorübergehend vergessen. Karl-Heinz zieht Dieter und Kohle in seine dunklen Geschäfte hinein. Nach vermeintlichem Totschlag fliehen die drei Jungen nach Westberlin. Nur Dieter kehrt zurück und schafft einen ehrlichen Neuanfang ... Der Film zählt zu den erfolgreichsten DEFA-Filmen.

Regie: Gerhard Klein, Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Kamera: Wolf Göthe, Musik: Günter Klück, Darsteller: Ekkehard Schall, Ilse Pagé, Ernst-Georg Schwill, Harry Engel, Erika Dunkelmann, Helga Göring, Raimund Schelcher, Manfred Borges, Hartmut Reck, Gerhard Rachold, Siegfried Weiß, Maximilian Larsen

Foto: ©DEFA-Stiftung / Siegmar Holstein
Szenenfoto aus dem Berlin – Ecke Schönhauser
Andere
Zeitzeugen im Gespräch
04.04. Dienstag | 18:00

Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin

(030) 29 35 22 03
info@cafe-sibylle.de

Elmar Faber: Bilanz eines deutschen Verlegers

Gespräch mit Elmar Faber | Moderation: Paul Werner Wagner

Elmar Faber zählt zu den herausragenden deutschen Verlegern. Er wurde 1934 in Thüringen geboren. Faber studierte Germanistik in Leipzig, wo der damalige Dozent Hans Mayer es verstand, ihn für Literatur zu begeistern. Von 1959 bis 1968 war er Redakteur, später Chefredakteur einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Seine Berufung sah und sieht er aber im Büchermachen. Als Verlagslektor begann er 1968, zwei Jahre später war er bereits Programmchef, dann folgte 1975 eine Anstellung als Verleger von Edition Leipzig, Verlag für Kunst und Wissenschaft. Von 1983 bis 1992 leitete er den Aufbau-Verlag. Ziel des Verlages war es, anspruchsvolle Literatur zu verlegen. Sein Engagement galt den Autoren der DDR, wie Christoph Hein, Christa Wolf, Erwin Strittmatter, Wolfgang Hilbig und Heiner Müller. Nach dem Ausscheiden aus dem Aufbau-Verlag gründete er den eigenen Verlag Faber & Faber. In seiner Autobiografie Verloren im Paradies zieht er Bilanz. Er wirft einen unverwechselbaren Blick auf fast ein dreiviertel Jahrhundert deutscher Geistesgeschichte.

Foto: © Gaby Waldek, 2013
Elmar Faber, 2013
Lehnitzer Lesung und Gespräch
23.04. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Friedrich Wolf und der Antikriegsfilm

Gespräch mit Hans Müncheberg | Moderation: Paul Werner Wagner

Hans Müncheberg wurde 1929 in Templin / Uckermark geboren. Er kam als Zehnjähriger auf die Napola in Potsdam und wurde mit Fünfzehn in einem Kampfeinsatz schwer verwundet. Später Landarbeiter, daneben 1948 Abitur und nach einem Arbeitseinsatz im Formstahl- und Walzwerk Riesa Student der Pädagogik. 1951 Examen. Bis Ende 1952 Dramaturgieassistent im DEFA-Spielfilmstudio. Ab 1953 Dramaturg und Autor beim Deutschen Fernsehfunk / Fernsehen der DDR. Er war an rund 100 Stoffentwicklungen beteiligt und schrieb die Drehbücher für rund 30 Fernsehspiele und Filme. Hans Müncheberg lernte durch die Fernsehverfilmung von Der verschenkte Leutnant den Autor Friedrich Wolf persönlich kennen und schätzen. Auch für die Verfilmung von Lucie und der Angler von Paris schrieb er das Drehbuch. Lesenswert ist sein Erinnerungsbuch Blaues Wunder aus Adlershof.

ISBN: 978-3360009241
Buchcover "Blaues Wunder aus Adlershof"
nd-Filmclub im Kino Toni
26.04. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1959, fa, 107 min

Verwirrung der Liebe

Zum 80. Geburtstag von Annekathrin Bürger
Gespräch mit Annekathrin Bürger | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Erzählt wird die Liebesgeschichte zweier junger Paare. „Standesgemäß“ geht der Maurer Edy mit der Angestellten Siegi und der Medizinstudent Dieter mit der Kunststudentin Sonja. Auf einem Faschingsball gerät Dieter an Siegi. Ihre frisch-fröhliche, mädchenhafte Art gefällt Dieter. Sonja beobachtet dieses Spiel gelassen, sieht in diesem Intermezzo einen Prüfstein für ihre Beziehung. Während Siegi und Dieter zum Urlaub ans Meer fahren, verliebt sich Sonja in Edy. Die Würfel scheinen gefallen für diese neue Konstellation. Aber als beide Paare vor dem Standesamt stehen...

Es war der letzte Film, den Regisseur Dudow vollständig abdrehte, und der erste Film der DDR, in dem Nacktszenen enthalten waren.

Drehbuch und Regie: Slatan Dudow, Kamera: Helmut Bergmann,
Musik: Wolfgang Hohensee, Gerd Natschinski, Theo Schumann und Günter Hörig,
Darsteller: Annekathrin Bürger, Angelica Domröse, Stefan Lisewski, Willi Schrade, Martin Flörchinger, Friedrich Richter, Erik S. Klein, Hannes Fischer, Gerhard Bienert

Foto: ©DEFA-Stiftung
Szenenfoto mit Annekathrin Bürger und Stefan Lisewski
Andere
Lesung
02.05. Dienstag | 18:30

Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin

(030) 29 35 22 03
info@cafe-sibylle.de

Immer sind die Weiber weg ... und Immer sind die Männer schuld

Jörg Gudzuhn liest Stefan Heym
Moderation: Paul Werner Wagner

Stefan Heym hat  Immer sind die Weiber weg und  Immer sind die Männer schuld als Geburtstagsgeschenk für seine Ehefrau Inge geschrieben. Vergnügte, humorvolle und weise Geschichten geben ein ganz neues Bild von Stefan Heym. Es geht um die misslungene Tanzstunde, um ein verlorengegangenes Gebiss und vieles mehr, gewürzt mit Selbstironie und Altersweisheit. Stefan Heym wurde 1913 in Chemnitz geboren, emigrierte, als Hitler an die Macht kam, nach New York und schrieb dort seine ersten Romane. Nach dem Krieg kehrte er nach Europa zurück und fand in der DDR seine neue Heimat. Aber es gab auch dort neue Schwierigkeiten. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Deutschen Gegenwartsliteratur.

Jörg Gudzuhn wurde 1945 in Seilershof, Landkreis Ruppin, geboren. Er besuchte die Schauspielschule Ernst Busch in Berlin und war dann in Karl-Marx-Stadt und Potsdam engagiert, später trat er im Maxim-Gorki-Theater in Berlin auf. Ab 1987 war Jörg Gudzuhn festes Ensemble-Mitglied am Deutschen Theater Berlin. Bereits Ende der 1960er war Jörg Gudzuhn im Fernsehen zu sehen. Bekannt ist sein Kommissar Hoffer in der ZDF-Krimiserie Der letzte Zeuge.

Foto: Privatarchiv Jörg Gudzuhn
Jörg Gudzuhn
Andere
Russischer Filmabend
08.05. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1962, s /w, 95 min

Iwans Kindheit

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Am Ufer des Dnjepr wird mitten im Krieg der zwölfjährige Iwan von sowjetischen Truppen aufgegriffen und zu Oberleutnant Galzew gebracht. Iwans Vater ist gefallen, seine Mutter und Schwester wurden von Faschisten ermordet. Der Junge verlangt, den Chef der Aufklärung zu sprechen. Galzew willigt ein und Hauptmann Cholin bestätigt, dass Iwan, der einem deutschen Vernichtungslager entkommen ist, als Kundschafter arbeitet. Cholin will Iwan auf eine Schule schicken, doch Iwan möchte zurück hinter die feindlichen Linien und setzt seinen Willen durch. Aber diesmal kommt Iwan nicht von der Front zurück. Erst zum Kriegsende, nach der Eroberung Berlins, entdecken Cholin und Galzew in einer Gestapo-Dienststelle ein Dokument, aus dem hervorgeht, dass Iwan von den Deutschen gefangengenommen und erschossen worden ist.

Tarkowski lässt die Handlung des Films häufig von Traumszenen unterbrechen. Stimmungen und formale Elemente spielen eine stärkere Rolle als die Entwicklung der Handlung, ein poetisches Element bei Tarkowski. Der Film führte zu einer Kontroverse, in der Jean-Paul Sartre den Film gegen eine Kritik im italienischen kommunistischen Parteiorgan L’Unità verteidigte, in dem Tarkowski eine kleinbürgerliche symbolistische Ästhetik vorgeworfen worden war.

Regie: Alexander Tarkowski, Buch: Michail Papawa, Kamera: Wadim Jussow, Darsteller: Nikolai Burljajew, Walentin Subkow, Jewgeni Scharikow, Stepan Krylow, Nikolai Grinko, Walentina Maljawina

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V. zum Tag der Befreiung.

Frühlingsfest
27.05. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Hans-Eckardt Wenzel
Moderation: Paul Werner Wagner

In Haus und Garten von Else und Friedrich Wolf erwarten wir Mitglieder, Freunde und Gäste zum traditionellen Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Ausflug zum Lehnitzsee mit Ihrer Familie, Freunden und Bekannten.

Besonders freuen wir uns auf Hans-Eckardt Wenzel als prominenten Gesprächspartner von Paul Werner Wagner. Wer seine Lieder und Konzerte noch nicht kennt, sollte sich einen Auftrittstermin sichern. Aber Vorsicht – Fans des musikalischen Temperaments, der Poesie und des streitbaren Geistes sind schon immer auf seinen Spuren unterwegs. Bei uns gibt es die Kostprobe zum Genuss.
Begleitet wird der Nachmittag mit Klezmermusik in der Tradition von Lin Jaldati der Gruppe manifest um Harald Petzold, der unter anderem als Brandenburger im Kulturausschuss des Bundestages für die Linke aktiv ist.

Programm
14:00 Uhr  | Eröffnung mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Brätel, Bier und Wein – Bewirtung durch das Team von Horst Niebel vom Lehnitzer Schweizer Haus  
14:30 Uhr  | Gespräch mit Hans Eckardt Wenzel
15:30 Uhr  | Klezmer-Musik mit der Gruppe manifest Potsdam
Im Anschluss Führung durch die Gedenkstätte und Zeit für Gespräche und Freude am Frühling

Foto: Privatarchiv der Familie Wolf
Haus Lehnitz
Andere
27.05. Samstag | 14:30
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Hans-Eckardt Wenzel

Der 1955 in Kropstädt bei Wittenberg geborene Hans-Eckardt Wenzel ist vielen Musikfreunden als Sänger bekannt. Darüber hinaus ist der Musiker auch Regisseur, Schriftsteller, Schauspieler, ein Teil des Duos WENZEL & MENSCHING und Mitbegründer des Liedertheaters Karls ENKEL. Nach dem Abitur studierte Wenzel von 1976 bis 1981 Kulturwissenschaften und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach seinem Studium arbeitete er als freischaffender Künstler. Zu diesen freischaffenden Tätigkeiten gehörte auch das Mitwirken am Liedertheater KARLS ENKEL. Außerdem trat er ab 1979 (bis 1999) gemeinsam mit dem Schauspieler, Sänger und Autor Steffen Mensching als Kabarett-Clowns-Duo WENZEL & MENSCHING auf. Am Theater ist Hans-Eckardt Wenzel seit 1987 als Autor und Regisseur tätig. Im DEFA-Film Letztes aus der Da Da eR (1990) spielen Mensching und er die Clowns Weh und Meh. Hans-Eckardt Wenzel ist ein politisch denkender und engagierter Künstler, dessen Herz links schlägt. Die Abende mit Wenzel und seiner Band sind immer wieder ein Erlebnis besonderer Art. Inzwischen ist das vierzigste Album von Wenzel erschienen bei Matrosenblau, im Vertrieb von INDIGO.

Foto: ©Salvadore Brandt
Hans-Eckardt Wenzel
nd-Filmclub im Kino Toni
31.05. Mittwoch | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
DEFA 1983, fa, 89 min

Insel der Schwäne

Gespräch mit Hermann Zschoche | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der vierzehnjährige Stefan kommt aus einem beschaulichen Dorf in das Neubaugebiet Berlin-Marzahn, wo sein Vater als Bauarbeiter tätig ist. Es wird gezeigt, wie sich dadurch Stefans Spektrum an sozialen Erfahrungen und Regeln erweitert. Er lernt den ängstlichen Hubert kennen und stößt auf „Windjacke“, der hinter seiner Jovialität gegenüber Erwachsenen seine schikanöse „Politik der Stärke und Erpressung“ Jüngeren gegenüber versteckt. Und er gerät zwischen zwei Mädchen, für die der „Kampf um den Jungen“ eine Frage des Sozialprestiges ist ... In der DDR-Presse hagelte es nach der Filmpremiere heftigste politisch motivierte Kritik.

Regie: Hermann Zschoche, Drehbuch: Ulrich Plenzdorf nach dem gleichnamigen Roman von Benno Pludra, Kamera: Günter Jaeuthe, Musik: Peter Gotthardt, Darsteller: Axel Bunke, Sven Martinek, Britt Baumann, Kerstin Reiseck, Ursula Werner, Christian Grashof, Monika Lennartz, Dietrich Körner, Heidemarie Wenzel

Foto: ©DEFA-Stiftung / Waltraut Pathenheimer
Szenenfoto aus "Insel der Schwäne"
Lehnitzer Lesung und Gespräch
11.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Von Pommern nach Potsdam – Ein Leben in Gesprächen

Gespräch mit Manfred Stolpe | Moderation: Andreas Förster (Inhaber des Verlages für Berlin-Brandenburg)

Der rbb-Chefredakteur Christoph Singelnstein und der Filmproduzent Jost-Arend Bösenberg interviewten Manfred Stolpe im Frühjahr 2016 – es entstand ein sensibles Porträt. In großer Offenheit erzählt Stolpe von seiner Kindheit in Pommern und seiner Arbeit als Jurist in der evangelischen Kirche der DDR. Er spricht über sein besonderes Verhältnis zu Regine Hildebrandt, schildert, wie er den politischen Umbruch 1989 erlebt hat, und beschreibt, wie er als Ministerpräsident das neugegründete Land Brandenburg mehr als ein Jahrzehnt lang führte, bis er im Jahre 2002 Bundesverkehrsminister wurde. Basierend auf diesem im Rundfunk Berlin-Brandenburg ausgestrahlten Interview geht das Buch in seiner Ausführlichkeit über die Dokumentation hinaus und zeigt überdies bislang unveröffentlichte Fotos aus Stolpes Privatarchiv.

Manfred Stolpe, geboren am 16. Mai 1936 in Stettin, studierte von 1955 bis 1959 Rechts­wissenschaft in Jena. Von 1959 bis 1969 war er bei der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg tätig, wo er seit 1962 Leiter der Geschäftsstelle der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR war. Von 1969 bis 1981 leitete er das Sekretariat des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR, von 1982 bis 1990 war er Konsistorialpräsident der Ostregion der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg. Von 1990 bis 2002 war er Ministerpräsident des Landes Brandenburg, von 2002 bis 2005 Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen sowie Beauftragter der Regierung für die neuen Bundesländer.

ASIN: B01LP2UFLK
Buchcover "Von Pommern nach Potsdam – Ein Leben in Gesprächen"
Russischer Filmabend
19.06. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1983, fa, 107 min

Abschied von Matjora

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Im Morgengrauen und von den Dorfbewohnern Matjoras unbemerkt beginnen fremde Arbeiter mit der Planierung des alten Friedhofs auf der Insel, die nach staatlichem Willen in den Fluten eines Stausees verschwinden soll. Für die Dorfbewohner wird eine Betonsiedlung flussaufwärts errichtet und als das fortschrittliche und gute Leben gepriesen – kein Platz für die Kuh, dafür aber konstante Stromversorgung, fließend Wasser und dergleichen. Der Spielfilm erzählt die Geschichte einer missglückten Umsiedlung und durfte lange nicht im Ausland gezeigt werden. Erst Glasnost und Perestroika ermöglichten die Präsentation des Films auf der Berlinale 1987. Das Thema der Zwangsumsiedlung setzt Klimow in stark symbolische, teils mythische Bilder um.  

Regie: Larissa Schepitko und Elem Klimow nach dem Roman von Valentin Rasputin, Kamera: Wladimir Chukhnow, Alexei Rodionow, Juri Skhirtladze, Sergei Taraskin, Musik: Wjatscheslaw Artjomow, Alfred Schnittke, Darsteller: Stefanja Stanjuta, Lew Durow, Alexej Petrenko, Leonid Krjuk, Wadim Jakowenko, Juri Katin-Jarzew

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V.