Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden in den Monaten Mai bis September bei schönem Wetter im wunderschönen Garten des Hauses Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz statt, ansonsten in der  Bibliothek des Wohnhauses von Else und Friedrich Wolf.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen.

Bitte melden Sie sich unter der folgenden E-Mail-Adresse an:
kontakt@friedrichwolf.de

 Bitte geben Sie dabei den Namen der Veranstaltung und die Anzahl der Personen an.

Toni-Filmclub II. Halbjahr 2025
21.12. Sonntag | 18:00
Kino Toni & Tonino
Antonplatz 1
13086 Berlin - Weißensee
(030) 92 79  12 00
Konrad Wolf – Retrospektive zum 100. Geburtstag

"Die Zeit, die bleibt" - ein Film über Konrad Wolf

(DFF-Dokumentarfilm 1985, s/w u. fa, 107 min)
Gesprächspartner: Lew Hohmann; Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Der Film folgt den Stationen des Lebensweges von Konrad Wolf (20.10.1925 –7.3.1982): Kindheit in Süddeutschland, Jahre der Emigration in Moskau, Rückkehr nach Deutschland als Offizier der Sowjetarmee, Kulturreferent bei der SMAD Halle-Merseburg, Studium am WGIK, seine Filme und die Zeit als Präsident der Akademie der Künste der DDR. Interessant: das Moskau der 30er Jahre, die ungewöhnliche Sicht auf eine Stadt. Beeindruckend die Tagebuchnotizen Konrad Wolfs von 1943. Emotionen wecken die Aussagen seiner Freunde, George und Victor Fischer, ebenfalls Emigrantenkinder, Kameramann Werner Bergmann, Bildhauer Wieland Förster, Drehbuchautor Angel Wagenstein. So vermittelt der Film Motive einer ungewöhnlichen Biografie in einer bewegenden Zeit. Wie nutzte ein Mensch jene knappen sechs Jahrzehnte seines Lebens? Was davon ist in der Erinnerung seiner Zeitgenossen bewahrt? Was muss von diesem Lebensweg bleiben als Mahnung, Forderung an die Nachgeborenen? Eine filmische Erinnerung an einen bedeutenden Künstler, der viel und den vieles bewegte, Gedenken an einen klugen, sensiblen und verletzlichen Menschen und Dokumentation eines aufregenden Schicksals in unserem Jahrhundert.
 

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und Kino Toni

 

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Kaffee Einstein, Rosa-Luxemburg-Gessellschaft, nd-Tageszeitung, DEFA-Stiftung, Berliner Film- und Fernsehverband, Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel, Deutsches Rundfunkarchiv, Akademie der Künste und Bauwert AG

c: DEFA-Stiftung: Werner Bergmann
Andere
Lesung mit Musik
25.01. Sonntag | 15:00
Literaturhaus Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
Oranienburg (OT Lehnitz)
03301-524480
Lesung mit Musik

KEINE SORGE, WIR MACHEN DAS ZUM ERSTEN MAL!

Andrea Chudak und Yuki Inagawa
Kurze Anekdoten rund um den Konzertbetrieb

„Das Theater ist eine Irrenanstalt und die Oper die Abteilung für Unheilbare“. Wie wahr. Aber wenn dem so ist – was geschieht dann erst hinterm Vorhang? In der Vorbereitung der unmöglichen Künste? Oder noch – anders gesagt: Wüsste das Publikum, was Künstlerinnen und Künstlern so alles widerfährt, bevor oder auch während die schönen Töne sein Ohr erreichen, dann würde es schmunzeln oder auch schallend lachen.
Andrea Chudak hat einige ihrer Lieblingserlebnisse (alle wirklich stattgefunden!) notiert und gewährt tiefe Einblicke in den schönen Schein: da wird einiges eher aus der Not geboren, und man kann froh sein, dass manche Konzerte ein gutes Ende haben!
Diese Lektüre ist nicht nur für Eingeweihte eine Freude (die dann seufzen: Genau, das passiert andauernd!), er stürzt die Kunst vom Podest der Erhabenheit und macht klar, was wir vor uns haben: ein Handwerk. Bei dem eben mancherlei nicht klappt. Nichts ist menschlicher als der Irrtum.
Wenn dann trotzdem Musik daraus wird – was für ein Geschenk!

Andrea Chudak ist Opern- und Konzertsängerin, die sich mit unbändiger Neugier und entflammtem Herz in die vielen Bühnensituationen wirft, die sich ihr in ihrem regen musikalischen Leben bieten.
Dabei lernt sie oft neue Konzertorte kennen und erlebt so manch ungewöhnliche Situation mit all den langjährigen und neu dazugekommenen Mitstreitern an ihrer Seite.
Geboten wird ein humorvoller Blick hinter die Kulissen des Künstleralltags und dessen Herausforderungen.

Andrea Chudak (aus Fürstenwalde) ist Opern- und Konzertsängerin, die sich mit unbändiger Neugier und entflammtem Herz in die vielen Bühnensituationen wirft, die sich ihr in ihrem regen musikalischen Leben bieten.
Yuki Inagwa (aus Lehnitz) ist Konzertpianistin und Klavierlehrerin und begleitet Andrea Chudak seit Jahren zu zahlreichen Programmen am Klavier.

 

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Lehnitzer Lesung und Gespräch
15.02. Sonntag | 15:00
Literaturhaus Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
Oranienburg (OT Lehnitz)
03301-524480
Die Krise der Medizin in den 1920er Jahren

Leben im Umbruch

Eine Begegnung mit Friedrich Wolf und Martin Gumpert als Ärzte und Schriftsteller in der Weimarer Repub-lik
Dr. med. Otto Ziehaus

Die Umwälzungen der Gesellschaft in den 1920er Jahren, denen sich die Weltkriegsgeneration stellen musste, waren tiefgreifend und sind bis heute nachwirkend. Friedrich Wolf und Martin Gumpert waren maßgeblich beteiligt, als neue Gedanken und Wege in der Medizin jener Zeit betreten wurden.

Ihre sozialmedizinischen Konzepte und Projekte sowie ihre Vorstellungen einer Medizin, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt, waren und sind bis heute wegweisend. Nicht nur als Ärzte, auch als Schriftsteller haben Friedrich Wolf und Martin Gumpert diese Zeit intensiv begleitet.

Der Vortrag zum Thema „Die Krise der Medizin in den 1920er Jahren“ von Dr. med. Otto Ziehaus wird daher von Gedichten und Texten beider Autoren, die die Zeit lebendig werden lassen, begleitet, gelesen von Jana Weinert.

Dr. med. Otto Ziehaus ist Facharzt für Nervenheilkunde. Nach oberärztlicher Tätigkeit im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in der Psychosomatik und in der Neurologie im Theodor-Wenzel-Werk ist er seit einigen Jahren ambulant tätig mit kassenärztlicher Niederlassung in Berlin. Komplementärmedizinische Ansätze begleiten seine ärztliche Tätigkeit seit 20 Jahren. Dazu kommen Vorträge und Lehrtätigkeit im Bereich der Komplementärmedizin seit vielen Jahren.