Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Wir freuen uns sehr, dass wir ab dem 6. Juni 2021 mit Veranstaltungen und Lesungen in unserem Garten beginnen können.

Wichtige Hinweise: Da die Anzahl der Teilnehmer*Innen aufgrund der geltenden Bestimmungen der COVID-19-Eindämmungsverordnung des LAVG Brandenburg begrenzt werden muss, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen. (siehe Menü oben).

Dies kann ebenfalls telefonisch unter der Nummer
03301-5796987

oder über das Anmeldeformular:
Link zum Anmeldeformular

sowie auch per E-Mail an die Adressen
kontakt@friedrichwolf.de bzw. besuch.gedenkstaette@friedrichwolf.de erfolgen.

Bitte beachten Sie auch unbedingt unser Hygienekonzept, das die Regeln zum Infektionsschutz enthält: zum Hygienekonzept

 

Lehnitzer Lesung und Gespräch
02.10. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Arnold Pistiak

„Was ich jetzt zu schweigen habe“

Hanns Eislers Ernste Gesänge. Annäherungen an das Spätwerk des Komponisten
Moderation: Prof. Thomas Naumann

Hanns Eislers letzte vollendete Komposition war 1962 der Zyklus  "Ernste Gesänge für Bariton und Streichorchester".

In diesen Gesängen drückt er seine Verzweiflung über den Stalinismus wie auch seine Hoffnung auf eine menschliche Perspektive des Kommunismus aus.

Die Titel der Lieder sind:

Asyl, Traurigkeit, Verzweiflung, An die Hoffnung, XX. Parteitag, Komm ins Offene Freund, Epilog.

Vier Texte stammen von Friedrich Hölderlin sowie je einer von Berthold Viertel, Giacomo Leopardi, Helmut Richter und Stephan Hermlin.

Subtil und raffiniert setzt Eisler traditionelle und moderne Musizierweisen ein. Die "Ernsten Gesänge" wurden posthum an seinem ersten Todestag uraufgeführt.

Hanns Eisler
Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
19.09. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Dr. Klaus-P. Anders

Die Lyrik von Friedrich Wolf

Moderation: Prof. Thomas Naumann

Das "Poesiealbum 254 Friedrich Wolf" erschien erstmals 1988. Die Dramen dominieren Wolfs Werk. Seine Gedichte stehen unverdienter Weise im Schatten, was diese Auswahl belegt.

Die zusätzlichen Gedichte der Neuauflage von 2020 hat Prof. Thomas Naumann ausgewählt. Geboren 1953, ist er der jüngste Sohn Friedrich Wolfs, Physiker am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY und Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Dr. Klaus-P. Anders  ist der Leiter des Märkischen Verlags Wilhelmshorst, in dem die ursprünglich 1967 im Verlag Neues Leben in der DDR gegründete Lyrikreihe "Poesiealbum" weitergeführt wird. Sowohl die Autoren- als auch die Gedichtauswahl trafen und treffen der Verlag gemeinsam mit kompetenten Experten mit umfassender Werkkenntnis, die die Strömungen der Zeit sowie die Bedeutung des klassischen Erbes als Kriterium ihrer Auswahl betrachten.

In seiner Jugend besingt Friedrich Wolf die Natur seiner rheinischen Heimat. Diese Naturlyrik endet jedoch, sobald er als Militärarzt 1914 das Grauen des Krieges aus nächster Nähe erlebt. Wolf wird zum Kriegsgegner und mit der Novemberrevolution zum politischen Dichter. In revolutionären politischen Gedichten stellt er sich 1920 auf die Seite der Arbeiter und gegen das Bündnis der Sozialdemokratie mit den Offizieren des Kaisers. Und er bekennt sich zur russischen Revolution: „Wir haben Völkergemeinschaft gelobt und - den Bruder im Osten verleugnet!“ Unter dem Einfluss der Jugendbewegung kritisierte Wolf schon vor dem Krieg die bürgerliche Zivilisation. "Zerbrecht die Städte!" fordert er 1921 in seinem Zyklus „Krull“. Wolf macht seine Lyrik zur Waffe: Für seinen „Spieltrupp Südwest“ schafft er ab 1931 Satire für Agitprop-Stücke. In den ersten Jahren der Moskauer Emigration entsteht der Gedichtzyklus „Emigrantin“. Seine Stalingrad-Ballade „Fluch der Zweihunderttausend" lässt Wolf als Frontpropagandist der Roten Armee 1943 als Flugblatt an der Front verbreiten. In den Gedichten der Jahre 1943 bis 1945 verbindet er die Dramatik einer Liebe eng mit der des Krieges und einem Bekenntnis zur Sowjetunion, die ihm und seinen Söhnen Konrad und Markus zur zweiten Heimat wird. So hinterlässt uns der Mensch und Kommunist Friedrich Wolf ein zweifaches Vermächtnis:

„Kunst ist Waffeund „Ohne Liebe ist nichts getan“.


20201988

Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
05.09. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Monika Melchert

"Im Schutz von Adler und Schlange"

Anna Seghers im mexikanischen Exil
Moderation: Dr. Jens Ebert

In ihrem neuesten Buch erzählt Monika Melchert die dramatische Flucht von Anna Seghers 1941 aus Marseille in das flüchtlingsfreundliche Mexiko und ihr Leben in dem mythenreichen, fremdartigen südlichen Land, das ihre literarischen Texte nachhaltig prägte.

Die Literaturwissenschaftlerin Monika Melchert studierte Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach ihrer Promotion arbeitete sie bis 1999 dort als wissenschaftliche Assistentin, unterbrochen von mehrjährigen Universitäts-Lektoraten in Madagaskar und Polen in den 80er Jahren. Anschließend war sie in der Anna-Seghers-Gedenkstätte der Akademie der Künste in Berlin tätig.

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
22.08. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Andreas Ulrích

Die Kinder von der Fischerinsel

Gespräch und Lesung zum neuesten Buch
Moderation: Tanja Trögel

Andreas Ulrich studierte Journalismus an der Uni Leipzig. Beim rbb ist er Reporter für die Sendung ZiBB und Fußballexperte, beim MDR-Fernsehen als Moderator u. a. für Wissenschaftsquizsendungen.

Sein inzwischen fünftes Buch schrieb er über den zwischen 1969 und 1973 erbauten Hochhauskiez in Berlins Mitte, die Fischerinsel. In die markanten Neubauten dort zogen neben kinderreichen Familien vor allem Künstler, Wissenschaftler, Funktionäre und Diplomaten ein – DDR-Alltag traf hier auf Prominenz und Extravaganz. Auch Andreas Ulrich lebte mit seinen Eltern eine Zeitlang auf der Fischerinsel. Fünf Jahrzehnte später begab sich der Journalist auf die Suche nach seinen einstigen Mitschülern aus diesem Kiez, um herauszufinden, was aus ihnen geworden ist. Die Recherchen führten ihn weit über Berlin hinaus und offenbaren bewegende und außergewöhnliche Lebensgeschichten.

Lehnitzer Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
01.08. Sonntag | 16:00

-- online --

Link zur Aufzeichnung: https://youtu.be/5ey-l89bEoA

Dr. Anne Hartmann

Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil und im Kulturbetrieb der DDR

Gesprächsführung: Paul Werner Wagner

Frau Dr. Anne Hartmann hat zum Thema der deutsch-russischen Kulturbeziehungen in den 1920er und 30er Jahren geforscht und sich dabei auch mit der Moskaureise Lion Feuchtwangers und der Exilzeit Friedrich Wolfs in der Sowjetunion befasst.

Anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion haben wir Frau Dr. Hartmann eingeladen und mit ihr über ihre Forschungsergebnisse aus dieser Zeit gesprochen.

Frau Dr. Anne Hartmann, geb. 1954.

Studium der Germanistik und Slavistik in Münster und Bochum. Nach der Promotion (1982) Lektorin für deutsche Literatur und Sprache an der Universität Liège und Dozentin an der Universität Namur (Belgien). Seit 1988 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Slavistik/Lotman-Institut der RUB: bis 1993 in einem DFG-Projekt zu den russisch-deutschen Kulturbeziehungen in der SBZ/DDR; 1993-2001 im Rahmen der Kooperations- und Wissenschaftsberatung des Landes NRW für deutsche und russische Hochschulen ("Russland-Beauftragung"), seither im Bereich von Lehre und Forschung. Verschiedene internationale Kooperationsprojekte (u. a. "Modell Bochum zur Weiterqualifizierung russischer GermanistInnen", "Promotionskolleg Ost-West"). Verschiedene Kooperations- und Forschungsprojekte zusammen mit dem Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität, aktuell zum Thema "Nach Moskau. Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil und im Kulturbetrieb der DDR" (gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung).

Link zur Aufzeichnung: https://youtu.be/5ey-l89bEoA

 

Lehnitzer Lesung und Gespräch
im Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
31.07. Samstag | 16:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Knut Elstermann

Der Mann, der mehr als Kino kann

Gespräch und Lesung zu zwei neuen Büchern von Knut Elstermann
Moderation: Frank Jahnel

Zu Gast ist der Filmjournalist, Moderator und Buchautor Knut Elstermann. Er ist vor allem bekannt durch seine diversen Sendungsformate beim RBB und MDR, auf Radio Eins oder von verschiedenen Veranstaltungen in Funk und Fernsehen.

Dass Knut Elstermann Autor mehrerer sehr interessanter Bücher ist, wissen ebenfalls viele Buch- und Filmfreunde. Im Mittelpunkt des Gesprächs in Lehnitz werden vor allem seine zwei jüngsten Bücher stehen – zum einen „Der Canaletto vom Prenzlauer Berg“, ein Werk über das Leben und Schaffen des Berliner Malers Konrad Knebel – und zum anderen das erst vor kurzem erschienene Buch „Im Gespräch“, in dem Knut Elstermann seine Erinnerungen an eine Auswahl seiner in 30 Jahren zahlreichen Interviews und Gespräche mit Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen schildert. „Sein Buch ist zugleich eine persönliche Annäherung an das Erbe der DEFA – mit den bleibenden künstlerischen Leistungen, aber auch den Leerstellen und Widersprüchen.“ (be.bra verlag)

 


Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. 

Foto: (Knut Elstermann) 

Beachten Sie bitte unser Hygienekonzept

Knut Elstermann
Lehnitzer Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
30.06. Mittwoch | 15:00

-- online --

Dr. Friedrich Wolff

Ein Leben - Vier Mal Deutschland

Moderation: Paul Werner Wagner
Juli 2021

Hier der Link zur Aufnahme:  https://youtu.be/ODKN-UuHr5s

Dr. Friedrich Wolff wurde im Juli 1922 geboren und feiert in Kürze seinen 99. Geburtstag. Er blickt auf ein langes, erfülltes Leben zurück, hat er doch die Weimarer Republik, das Deutsche Reich der Nationalsozialisten, die DDR und die Bundesrepublik Deutschland erlebt.

Der promovierte Jurist hat als Anwalt unzählige Angeklagte verteidigt, darunter auch prominente Persönlichkeiten der DDR, aber auch Nazigrößen wie Globke - allerdings als Pflichtverteidiger in Abwesenheit des Angeklagten. Viele Jahre lang stand Dr. Wolff dem Kollegium der Rechtsanwälte in (Ost)-Berlin vor und war auch Vorsitzender des Rates der Vorsitzenden der 15 Kollegien der Rechtsanwälte in der DDR. Er ist seit vielen Jahren Mitglied der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.

 

Foto: Buchcover
EAN / ISBN-: 9783894385200
Dr. Friedrich Wolff und Paul Werner Wagner in Lehnitz
Sommerfest
27.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987

Wir bitten um vorherige Anmeldung.

Der Höhepunkt des Jahres 2021:

Sommerfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft - 27. Juni

Andrej Hermlin und die "Swingin' Hermlins" mit toller Musik zum Swingen und Tanzen
Paul Werner Wagner im Gespräch mit Andrej Hermlin

Wir machen aus der Not eine Tugend. Aus dem traditionellen Frühlingsfest im Garten von Else und Friedrich Wolf wird 2021 ein Sommerfest!

Abend für Abend seit März 2020 spielt Andrej Hermlin mit seinen „Swingin‘ Hermlins“ aus seinem Wohnzimmer live gegen Verdrossenheit, Resignation und Ignoranz an - am Tag unseres Sommerfestes wird es die 470. Sendung geben. Kultur als Grundnahrungsmittel in ihrer schönsten Form, denn Sie kann mit dem Lebensgefühl aus den golden Jahren des Swing der 20er und 30er Jahre Menschen auf der ganzen Welt mitreißen und bezaubern.

Wie Andrej bei seinem Vater auf den alten Schallplatten sofort von dieser Musik gefesselt war, haben sie seine Kinder Rachel und David seit ihrer Kindheit aufgesogen und sind heute zu mitreißenden Entertainern und Sängern der Band geworden. Wenn sie singen und tanzen, verbreitet sich dieses unwiderstehliche Flair, als hätte man gerade ein Glas Champagner getrunken.

Erfahren Sie mehr über Andrej Hermlin, über seine Frau Joyce, die ihm eine neue Welt eröffnete, über das Glück, mit seinen Kindern Musik zu leben, über die Bühnen der Welt, auf denen die Hermlins zu Hause waren, und seine streitbare Sicht auf diese Zeit und das Schwinden der Kultur. Im Gespräch mit Paul Werner Wagner wird auch über die Nähe zum Vater zu sprechen sein, dem deutschen Schriftsteller Stephan Hermlin, der mit seinen Büchern und seinem Ringen um die Möglichkeiten von Kultur wichtige Spuren in der Literatursprache der DDR hinterlassen hat.

Mit seiner Musik und seiner Band hat Andrej Hermlin eine ganz eigene Sprache gefunden, mit der er die Herzen seines Publikums gewinnt.

 

Bitte füllen Sie unser Anmelde-Formular für einen Besuch der Veranstaltung aus. Coronabedingt sind wir verpflichtet, diesen Nachweis zu führen. Vielen Dank!

Bild: (The Swingin' Hermlins) © Uwe Hauth
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Bitte unbedingt rechtzeitig anmelden (Telefon oder Mail)!
06.06. Sonntag | 15:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80 oder (03301) 57 96 987
Uwe Preuss

Katzensprung

Moderation: Paul Werner Wagner

Uwe Preuss, der Autor des autobiographischen Buches "Katzensprung", begann seine Karriere als Schauspieler an verschiedenen Berliner Theatern. Seit Anfang des Jahrtausends ist er vorwiegend in TV- und Film-Produktionen zu sehen. Er wurde 1961 in Dresden geboren.

Durch den Beruf seines Vaters, der als Ingenieur arbeitete, verbrachte er seine Kindheit jedoch in Sao Paulo in Brasilien. Zurück in der DDR hatte Preuss stets Schwierigkeiten, sich im Alltag des Landes zurechtzufinden. Jahre später stellte er einen Ausreiseantrag und ging 1984 nach West-Berlin. Er absolvierte ein Schauspielstudium an der dortigen Hochschule der Künste, das er 1989 abschloss. 1995 erhielt er ein Engagement beim Berliner Ensemble, dem er bis 2002 angehörte. Seitdem ist er als freischaffender Schauspieler tätig. Regelmäßig steht er noch an verschiedenen Berliner Theatern auf der Bühne, arbeitet inzwischen aber vorwiegend für das Fernsehen und das Kino. So ist der Schauspieler häufiger Gast in beliebten deutschen Krimi-Reihen wie „Tatort“ oder „Soko“. Im „Polizeiruf 110“ aus Rostock ist der gebürtige Dresdner regelmäßig als Vorgesetzter Henning Röder zu sehen.

„Katzensprung“ wird in fünfzehn autobiographischen Kapiteln erzählt. Der Großvater, welcher sich nach vier Ehen und zehn Berufen von einem Raddampfer in die Elbe stürzte, spielt eine besondere Rolle darin. Doch ein Selbstläufer ist diese Familiengeschichte nicht, dafür ist sie dann doch nicht spektakulär genug, Uwe Preuss schreibt eindrücklich und bildhaft, so dass es eine Freude ist, sein Buch zu lesen.

Gefördert durch den Brandenburgischen Literaturrat aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. 

Foto: (Uwe Preuss)  © Volker Roloff

Beachten Sie unser Hygienekonzept

Uwe Preuss: Katzensprung, S.Fischer Verlage, März 2020, ISBN-10 : 3103974264
Foto Uwe Preuss
Theater online
21.05. Freitag | 20:00

Der Erwerb eines Tickets (10,00 € pro Person) ist Voraussetzung, um die Aufführung online anschauen zu können.

http://www.kurzelinks.de/sprechwerk-spielplan

Prof. Mamlock - Livestream

Prof. Mamlock

Nach dem Drama von Friedrich Wolf

Mit: Gustav Peter Wöhler, Maria Hartmann, Stephan Arweiler, Jasmin Buterfas, Joachim Liesert, Ines Nieri, Christoph Plöhn, Holger Umbreit
Regie: Aron H. Matthiasson
Komposition: David Bircher
Produktion: Hamburger Sprechwerk im Rahmen der "Wortgefechte"-Reihe in Zusammenarbeit mit umbreit Entertainment e. K.
henschel SCHAUSPIEL, Theaterverlag Berlin GmbH

Der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf verfasste "Professor Mamlock" kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Exil.

Die Fassung des Theaters "Hamburger Sprechwerk"  kratzt an der Gegenwart, reflektiert dabei aktuelle politische Ereignisse und entdeckt Parallelen.
Übergriffe auf Synagogen, Moscheen und Flüchtlingsheime nehmen stetig zu; die Abneigung gegen das Fremde wächst, und gleichzeitig verstummt die Menge, der es voller Entsetzen die Sprache verschlägt.
Was bleibt, ist die Fassungslosigkeit und eine sich aufdrängende Frage: Wie schnell kann eine Gesellschaft ihre eigene Geschichte verleugnen oder vergessen?

Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und NEUSTART KULTUR - Back to Stage.

Lehnitzer Lesung und Gespräch
Literatur im Dialog -- online --
18.04. Sonntag | 18:00
Daniela Dahn:

TAMTAM UND TABU.

Die Einheit: Drei Jahrzehnte ohne Bewährung.
Ein Buch von Daniela Dahn und Rainer Mausfeld. Moderation: Paul Werner Wagner

1990 gilt als das wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte. Alles scheint gesagt. Die Tabus überdauern.

Die renommierte Essayistin und Mitbegründerin des "Demokratischen Aufbruchs" in der DDR Daniela Dahn und der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld nehmen sie ins Visier mit einem Blick auf bislang unterschätzte Zusammenhänge. Daniela Dahn untersucht, wie in atemberaubend kurzer Zeit die öffentliche Meinung mit großem Tamtam in eine Richtung gewendet wurde, die den Interessen des Westens entsprach. Mit ihrer stringenten Zusammenschau reichen Materials aus den Medien wird das offizielle Narrativ über die Wende erschüttert. Rainer Mausfelds Analyse zeigt die Realität hinter der Rhetorik in einer kapitalistischen Demokratie. Die gemeinschaftlichen Analysen werden in einem grundlegenden Gespräch vertieft und liefern einen schonungslosen Befund des gegenwärtigen Zustands der Demokratie.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie bei Enrico Geissler vom Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

ISBN-13 : 978-3864893131
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Literatur im Dialog -- online --
30.03. Dienstag | 18:00

https://youtu.be/EEpBbxbkD2s

online

Gunnar Decker

„Zwischen den Zeiten – Die späten Jahre der DDR“

Ein neuer Blick auf die Literatur der späten DDR-Jahre
Moderation: Paul Werner Wagner

Hier der Link zur Aufnahme: http://youtu.be/EEpBbxbkD2s

 

Das Buch von Gunnar Decker erzählt die Spätphase der DDR als Geschichte ihrer damaligen Literatur. Dadurch möchte der Autor den „westlichen Siegerblick“ korrigieren und zeigen, dass der Emanzipationsprozess in der DDR lange vor 1989 begann.

30 Jahre nach der deutschen Einheit sind diejenigen, die die Vorwende- und Wendezeit als junge Menschen erlebt haben, in einem Alter, in dem man sich erinnert, sich seiner vielleicht noch einmal selbst vergewissert, einiges vor dem Vergessen bewahren, anderes geraderücken will.

Literatur ist immer Teil der Gesellschaft, oft Teil der Politik, in der DDR war sie beides in besonderem Maß. „Kunst“, schreibt Gunnar Decker, „war in der DDR nicht allein Lebens- sondern Überlebensmittel.“ Autorinnen und Autoren hatten großes Selbstbewusstsein – „kein Wunder, ihre Stellung in der DDR-Gesellschaft ist königgleich“.

Die Biermann-Ausbürgerung hatte die DDR-Gesellschaft 1976 in eine Melancholie gestürzt, aus der sie 1985 mit Michail Gorbatschow erwachte. Jetzt kehrte die Utopie zurück. Vor allem Intellektuelle, Künstler und Aussteiger aller Art lebten sie. Dem westlichen Siegerblick nach 1990, der die Geschichte der Ostdeutschen bis heute dominiert, entgeht zumeist dieser Emanzipationsprozess, der lange vor 1989 einsetzte. Umso mehr scheint hier eine Korrektur nötig: die Aneignung der eigenen – höchst widersprüchlichen – Geschichte durch die Akteure dieser Geschichte.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie bei Enrico Geissler vom Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.

Buchcover
Lehnitzer Lesung und Gespräch
Lehnitzer Forum – online –
14.03. Sonntag | 15:00

-- online --

Prof. Dr. Carsten Gansel

„30 Jahre Deutsche Einheit und das kulturelle Erbe der DDR"

Literatur im Dialog
Moderation: Paul Werner Wagner

Hier der Link zur Aufnahme:    https://www.youtube.com/watch?v=U3f_u_YRGV8

 

Prof. Dr. Carsten Gansel ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer (Professor für Neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen) . Er hat mehr als 250 wissenschaftliche Aufsätze verfasst, die sich mit Autoren wie Gotthold Ephraim Lessing, Hermann Hesse, Erich Kästner, Hans Fallada, Johannes R. Becher, Erich Loest, Hans Werner Richter, Uwe Johnson, Christa Wolf, Brigitte Reimann, Günter Grass, Erwin Strittmatter oder Jenny Erpenbeck beschäftigen. Darüber hinaus hat er in Beiträgen unterschiedliche Literatursysteme untersucht, ist dem Verhältnis von Literatur und Gedächtnis nachgegangen oder hat sich auf der Grundlage der systemtheoretischen Arbeiten von Niklas Luhmann seit 2008 mit der Rolle von Störungen in Literatur- und Mediensystemen auseinandergesetzt.

 

Carsten Gansel hat mehr als 70 Publikationen verantwortet, die der Literatur des 19. bis 21. Jahrhunderts gewidmet sind und ausgewählten Fragen der Theorie der Literatur nachgehen.

Darüber hinaus ist er Autor und Mitherausgeber von Lehrwerken für den gymnasialen Deutschunterricht, die im Cornelsen Verlag erschienen sind („Deutsch plus“).
Hervorzuheben sind auch seine neuesten Bücher und Veröffentlichungen, zum einen „Erzählen über Kindheit und Jugend in der Gegenwartsliteratur: Geschichten vom Aufwachsen in Ost und West“ und zum anderen der von ihm herausgegebene Schriftwechsel zwischen Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer unter dem Titel „Ich möchte so gern ein Held sein“ (Mitherausgeberin: Kristina Stella).  Ebenso verdienstvoll ist die Herausgabe von Werner Lindemanns nachgelassenen Erinnerungen „Beichte. Ein Lebensbericht“.

Wir bedanken uns beim Brandenburgischen Literaturrat für die freundliche Unterstützung aus Mitteln des MWFK sowie beim Kreisverband Oberhavel der Partei Die Linke für die technische Unterstützung.