Veranstaltungen

Veranstaltungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Unsere Veranstaltungen und Lesungen finden in den Monaten Mai bis September bei schönem Wetter im wunderschönen Garten des Hauses Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz statt, ansonsten in der  Bibliothek des Wohnhauses von Else und Friedrich Wolf.

Wichtiger Hinweis: Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Voranmeldung zu unseren Veranstaltungen.

Bitte melden Sie sich unter der folgenden E-Mail-Adresse an:
kontakt@friedrichwolf.de

 Bitte geben Sie dabei den Namen der Veranstaltung und die Anzahl der Personen an.

Lehnitzer Gespräch
Vortrag
19.04. Sonntag | 15:00

 

Friedrich-Wolf-Literaturhaus

Anmeldung an: kontakt@friedrichwolf.de

Der neue postliberale Kapitalismus und wie er die Welt und Deutschland im Innern verändert

Vortrag und Diskussion
Ingar Solty

Wir erleben heute einen weltgeschichtlichen Umbruch.500 Jahre europäischer und nordatlantischer Dominanz der Welt enden, und ein nachwestliches Zeitalter ist eingetreten. Das Zentrum der Weltwirtschaft hat sich von Norden und Westen nach Süden und Osten verschoben. China gelingt, woran die Sowjetunion am Ende historisch scheiterte. Verbunden mit dem Aufstieg Chinas ist auch der des globalen Südens. Eine multipolare Welt ist geboren und irreversibel. Zugleich schließt dies Versuche, diesen Prozess aufzuhalten, nicht aus. Entstanden ist damit eine Welt voller Risiken, die Züge der Zeit vor 1914 aufweist. Die Frage ist, wie diese Risiken minimiert werden mögen. Eine neue Blockkonfrontation droht die Chancen einer sozial gerechten, demokratisierten, friedlichen Welt dauerhaft zu untergraben. Die Welt steht am Scheideweg, ein ökonomisch kriselndes und zunehmend isoliertes Europa vor großen Entscheidungen und Herausforderungen.

Der Vortrag beschäftigt sich mit diesen Fragen und beschreibt die Auswirkungen der neuen Welt(wirtschafts)ordnung auf Deutschland und seine Gesellschaftsstruktur. Er befragt die deutsche und europäische Aufrüstungspolitik nach ihren ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen und schlägt Wege für einen alternativen Weg aus Deutschlands und Europas tiefer Krise vor, die im Einklang mit der sozialen Gerechtigkeit, der Demokratie, dem Frieden und der Ökologie stehen.

Ingar Solty ist Referent für Zeitdiagnose bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Autor zahlreicher Bücher wie „Die USA unter Obama“ (2013), „Trumps Triumph?“ (2025), „Innere Zeitenwende“ (2026, i.E.) und der 36-bändigen „Edition Marxismen“ (2025-2027).

 

Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Eintritt: 10 €

© Rosa-Luxwmburg-Stiftung
Andere
Filmvorführung und Diskussion
08.05. Freitag | 16:00
Friedrich-Wolf-Literaturhaus
Alter Kiefernweg 5
16565 Oranienburg (Lehnitz)
03301-524480
8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus

„Der Rat der Götter“

Zum 80. Gründungstag der DEFA
Ein Film von Kurt Maetzig (Regie), Friedrich Wolf (Drehbuch) und Hanns Eisler (Musik) über den IG-Farben-Konzern in der Zeit von 1930 bis 1948

Der Rat der Götter ist einer der ersten Filme, der sich explizit mit der Mitschuld eines deutschen Konzerns an den Naziverbrechen beschäftigt.

Friedrich Wolf ist im Entstehungsjahr 1950 der erste Botschafter der DDR in Polen und schreibt an seinen Sohn Konrad, der in Moskau Regie studiert:
Der Rat der Götter ist im Atelier beendet, z. T. sehr gut, vor allem die hochdramatischen Spielszenen des Nürnberger Gerichts; dieser Tage haben die großen Außenaufnahmen in der Nähe von Halle begonnen, an den Originalschauplätzen mit Massen von 300-500 Menschen …“

Das Drama handelt von verantwortlichen Kriegsverbrechern im Vorstand des Chemiekonzerns IG Farben, dem Gewinnstreben durch Rüstung und Giftgasproduktion. Die Schuld soll im Nürnberger Prozess auf einen Chemiker abgewälzt werden, der einen harten Weg der Erkenntnis vom Mitläufer bis zum Widerstand gegen die Wiederaufnahme der Kriegsproduktion durch die gleichen Konzernherren geht.

Am 12. Mai 1950 hatte der Film Premiere in Berlin, wurde international gezeigt und prämiert; in der Bundesrepublik Deutschland wurde seine Aufführung verboten.

Cover Film "Der Rat der Götter"
Andere
Musikalische Lesung
23.05. Samstag | 17:00
Garten und Bühne des Literaturhauses Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Ein Nachmittag der besonderen Art

Oper. Mord und Totschlag

Klaus Lederer & die Staatsstreicher

Freunde des musikalischen Kabaretts, Wagnerianer und Liebhaber der 20er-Jahre-Schlager – aufgepasst! Zu erleben sind an diesem Abend auf unterhaltungsmusikalische Abwege geratene Opernkurzfassungen. Sie werden mit den augenzwinkernden juristischen Erörterungen der Straftatbestände der Ring-Charaktere kombiniert. Von Ehebruch, Verschleppung, Blutschande, Tierquälerei und Brandstiftung bis hin zu Mord und Totschlag leisten sich Götter, Menschen, Zwerge und Riesen Rechtsbrüche in „einem Maße, das die trübsten Befürchtungen weit übersteigt“. Da hat der juristisch promovierte Kulturpolitiker Klaus Lederer einiges anzumerken. Während sich die „Staatsstreicher“ an eine radikal-inhaltliche sowie musikalisch-parodistische Neubewertungen bekannter Opernszenen wagen.

Termin:  Samstag, 23. Mai 2026, 17 Uhr

Ort: Bühne im Garten des Literaturhauses Friedrich Wolf in Lehnitz

Alter Kiefernweg 5 in Lehnitz, 16515 Oranienburg

Einlass ab 16:30 Uhr               Eintritt  20 € (Tickets direkt vor Ort an der Kasse)

Wir bitten um Voranmeldung per Mail an  kontakt@friedrichwolf.de 

Gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

© B. Gluecksmann
Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft 2026
13.06. Samstag | 15:00
Garten und Bühne des Literaturhauses Friedrich Wolf
Alter Kiefernweg 5
16565
03301524480
Der Höhepunkt des Jahres:

Das Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Lesung, Diskussion und Musik
Martin Sonneborn / Tobias Morgenstern (Trio)

Martin Sonneborn: "Krawall und Satire"

Für seine TITANIC-Aktionen bejubelte ihn der Stern als „Krawallsatiriker mit Profilneurose“, für „Heimatkunde“ lobte ihn der Berliner Kurier: „Üble Ossi-Hetze! Wie kann ein Mensch die Ossis nur so hassen?!“
Nach seinen Kurzreportagen für die ZDF-„Heute Show“ trat der Geschäftsführer des größten deutschen Pharma-Verbandes zurück und das chinesische Außenministerium verlangte Sonneborns Hinrichtung.

Ein Nachmittag mit Martin Sonneborn ist ein ganz unaufgeregtes Multimediaspektakel mit lustigen Filmen und brutaler politischer Agitation zugunsten der PARTEI, die in Deutschland immer noch unbemerkt nach der Macht greift.

Martin Sonneborn, Mitherausgeber von Titanic, geboren 1965 in Göttingen. Studium der Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster, Wien und Berlin; Magisterarbeit über die absolute Wirkungslosigkeit moderner Satire. Hält es für witzig, trotz seinerzeit schlüssiger wissenschaftlicher Argumentation heute im EU-Parlament zu sitzen.

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Trio Tobias Morgenstern: „Vom Tango zum Jazz und zurück“ 

Der hölzerne Corpus des Kontrabasses schwingt und Geräusche dringen aus seinem Inneren ... atmosphärische Klänge ... schließlich die ersten Töne von Akkordeon und Gitarre. Nach und nach fügt sich ein komplexes Klangmuster zusammen, man hört Phrasen aus Tango und Jazz, Melodien von Songs und Standards, Samba und Swing.

​Die Künstler spielen mit Leidenschaft und Perfektion traditionelle und neue Tangos, Stücke aus dem Repertoire von L'art de passage und eigene Kompositionen.

Tobias Morgenstern (Akkordeon - das Instrument des Jahres 2026) ist einer der besten und gefragtesten Musiker unseres Landes. Begleitet wird er von Wolfgang Musick (Kontrabass) und Eugenio Soares (Gitarre). 

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Wie jedes Jahr werden natürlich auch Getränke und etwas zu essen im Angebot sein.

Der Eintritt beträgt 25 Euro. Tickets an der Kasse am Einlass (Bar- und Kartenzahlung möglich)

Wir erwarten Sie ab 14 Uhr. Bringen Sie gutes Wetter und beste Laune mit.

Anmeldung an: kontakt@friedrichwolf.de

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.