Werkstatt

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Kultur als Arzt und Helfer

Ein Handy, ein paar Gedanken und ein Buch …

Wir laden ein, mit uns „Wölfen“ eine lebendige Kulturzeit zu verbringen. Stay At Home ließ auch Räume, Lust an Gedanken und auf Bücher zu teilen, Appetit auf Lesungen und Gespräche zu machen, wie sie in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte zu Hause sind und gute Tradition wurden. Liebeserklärungen an Else und Friedrich und ihr gastliches Haus werden auch gerne entgegengenommen. Anregendes, Streitbares und Desparates auch. Thomas Naumann, der jüngste Sohn Friedrich Wolfs, lädt ein zu Begegnungen in unserer kleinen Kulturwerkstatt und startete mit sehr persönlicher Poesie seines Vaters.

nd im Club: Kultur und Wissenschaft | 17. März 2021

Dietrich Mühlberg im Gespräch mit Paul Werner Wagner | Link zum Video >>

1963 eröffnete die Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Philosophie den Diplomstudiengang Kulturwissenschaft. Er vereinte Studien in Philosophie, Ästhetik und Kulturgeschichte mit einer Ausbildung in einem kunstwissenschaftlichen Fach wie Theater-, Literatur-, Musik- oder Kunstwissenschaft. Zu wichtigen Vertretern der Berliner Kulturwissenschaft und Ästhetik zählten die Professoren Wolfgang Heise, Karin Hirdina, Norbert Krenzlin, Günter Mayer, Erwin Pracht, Michael Franz, Irene Dölling und Dietrich Mühlberg. Kulturwissenschaft ist an der Humboldt Universität immer noch ein begehrtes Studium. Einer der Gründungsväter der Berliner Kulturwissenschaft ist Prof. Dr. Dietrich Mühlberg. Der am 29. Februar 1936 geborene Berliner studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte. An der Humboldt Universität wirkte er seit 1963 am Aufbau des neuen Studiengangs Kulturwissenschaft mit. Vom Herbstsemester 1963 bis 1996 war er hier Hochschullehrer. 1974 erhielt er die Berufung zum Professor für Kulturtheorie. Sehr verdienstvoll waren seine Forschungen zur Kulturgeschichte des Alltags, der „kleinen Leute“ und ihrer sozialen Bewegungen. Am Zentrum für Zeithistorische Forschungen (Potsdam) war er an Studien zur ostdeutschen Kulturgeschichte beteiligt. Nach 1990 widmete sich Dietrich Mühlberg verstärkt Forschungen zur jüngsten deutschen Kulturgeschichte. Er wurde Vorsitzender der Kulturinitiative ´89. Im Gespräch mit Paul Werner Wagner berichtet er aus seinem Leben, von seiner Arbeit als Hochschullehrer und von seinen Forschungen zur Kulturgeschichte. Eine Online-Veranstaltung von nd und Kulturforum Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das Gespräch wird ab 17. März - 18 Uhr auf Youtube unter dem Link www.dasnd.de/Sendung17032021 und auf der Startseite von www.nd-online.de zu sehen sein.

nd im Club: Ein streitbarer ostdeutscher Wirtschaftshistoriker | 20. Januar | 18:00 Uhr

Prof. Dr. Jörg Roesler im Gespräch mit Paul Werner Wagner | Link zum Livestream >>

Jörg Roesler, Jahrgang 1940, studierte von 1959 bis 1964 Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin und lehrte dort später am Institut für Wirtschaftsgeschichte. Von 1974 bis 1991 war Roesler Bereichs- bzw. Abteilungsleiter am Institut für Wirtschaftsgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1983 erfolgte die Berufung zum Professor. Ab 1992 Gastprofessuren in Kanada (Montreal, Toronto) und USA (Portland/Oregon). Als Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam wurde Prof. Roesler 1995 wegen „Unfähigkeit zur Arbeit auf wirtschafts- und sozialhistorischem Gebiet“ entlassen. Jörg Roesler ist Mitglied der Leibniz-Sozietät sowie der Historischen Kommission der Partei Die Linke.

Als Schüler von Jürgen Kuczynski, dem Nestor der DDR-Wirtschaftswissenschaften, hat sich Prof. Roesler nie damit begnügt, gewesene Ereignisse und Entwicklungen zu beschreiben und zu analysieren. Aufmerksam verfolgte er stets auch zeitgenössische Um- und Auf- sowie Abbrüche, nicht nur in Deutschland, auch anderswo, etwa in Lateinamerika. Der gebürtige Berliner hat in seiner Profession internationalen Ruf.

Mit freundlicher Unterstützung vom Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Paul Werner Wagner und Prof. Thomas Naumann, Dezember 2020

»Weihnachtsgans Auguste« | Gespräch zwischen dem bisherigen Vorsitzenden der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, Paul Werner Wagner, und dem jüngsten Sohn Friedrich Wolfs, Prof. Dr. Thomas Naumann, der seit kurzem den Vorsitz der Gesellschaft übernommen hat.  >>Link zum Gespräch | 14.12.2020 

Der Opernsänger Luitpold Löwenhaupt möchte zu Weihnachten einen richtigen Festbraten haben und kauft deshalb vorab bereits eine Gans, die die Familie mästen soll. Was er aber nicht ahnt, ist, dass die Kinder Elli, Gerda und Peterle das Tier, welches auf den Namen Gustje getauft wird, fortan liebgewinnen und es nie verspeisen würden. Aus „fünf Kilo Fleisch“, die zunächst im Keller eingesperrt waren, wird nach der „Befreiung“ ein Haustier, das die Kinder mit ins Bett nehmen und mit dem sie kommunizieren. Kurz vor Weihnachten jedoch will Vater Löwenhaupt die Gans dennoch schlachten. Doch da seine Familie protestiert und sich sein Gewissen meldet, bringt auch er es nicht übers Herz. Sein Versuch, Auguste mit Schlafmitteln zu töten, misslingt: Sie wacht nach dem Rupfen wieder auf. Daraufhin strickt man ihr einen Pullover und Gustje darf nun endgültig als Haustier in der Familie bleiben. Ein Film mit darstellerischen Glanzleistungen von Dietrich Körner, Käthe Reichel, der noch sehr jungen Stefanie Stappenbeck und der Gans Auguste (die erst 2013 im hohen „Gänsealter“ von 26 Jahren starb). Heiligabend 1988 lief er erstmals im Fernsehen der DDR und ist auch auf DVD erschienen und im Handel erhältlich.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Landesbüro Sachsen-Anhalt der Friedrich-Ebert-Stiftung und die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg.

Paul Werner Wagner und Hans-Eckardt Wenzel, Dezember 2020

»Konrad Wolf: Chronist im Jahrhundert der Extreme«  >>Link zum YouTube-Video | 12.11.2020 | 1:02:59

DER Wenzel zu Gast in der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte! Paul Werner Wagner spricht mit Wenzel über das Buch "Konrad Wolf: Chronist im Jahrhundert der Extreme", welches Wenzel mit der ehemaligen Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags, Dr. Antje Vollmer, schrieb.

Paul Werner Wagner und Friedrich Dieckmann, Dezember 2020

»Beethoven und das Glück«?   >>Link zum YouTube-Video | 09.12.2020 | 1:18:42

Friedrich Dieckmann, der Altmeister des Essays, erkundet die gelebten Hinter- und Abgründe, aus denen Beethovens Musik erwuchs. Ein von Taubheit geschlagener Komponist, der in der Unglückszeit der Napoleonischen Kriege sein Glück in noch nie gehörten Klängen findet. Mit Feingefühl und Präzision liest Dieckmann Partituren wie Gedichte, auf der Gedankenhöhe Adornos, doch mit der Leichtigkeit eines Geschichtenerzählers.

Paul Werner Wagner und Rainer Karlsch, November 2020

»Blühende Landschaften«? - Die umstrittene Geschichte der Treuhandanstalt  >>Link zum YouTube-Video | 12.11.2020 | 1:02:59

Die Treuhandanstalt privatisierte in nur dreieinhalb Jahren eine gesamte Volkswirtschaft. Die Ergebnisse ihrer Tätigkeit sind bis heute hochumstritten. Erst seit kurzem sind die Akten der Treuhandanstalt für die Forschung frei zugänglich. Was sind das überhaupt für Unterlagen? Welche neuen Erkenntnisse lassen sich daraus gewinnen? Rückblicke auf das Kanzlerversprechen zum Erhalt des mitteldeutschen Chemiedreiecks und auf die Privatisierungsgeschichte von VEB Berlin Kosmetik und VEB Elektrokohle Lichtenberg. Rainer Karlsch, Jahrgang 1957, studierte Wirtschaftsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und wurde 1986 zum Dr. oec. promoviert. Anschließend war Karlsch Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, der Historischen Kommission Berlin und der Freien Universität Berlin. Heute ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Moderation: Paul Werner Wagner

"Kunst ist Waffe" Lyrischer Zwischenruf
video: 3sat Kultur | vom 08.04.2016 | 3min
Friedrich Wolfs Gedicht: "Kunst ist Waffe!"
Vorgetragen von der Lyrikerin Nora Gomringer,
in Szene gesetzt von Maren Adler.

 

Paul Werner Wagner und Alexander Suckel, Mai 2020

Im Literaturhaus Halle sprach Alexander Suckel (re.) mit Paul Werner Wagner über dessen mit Hans-Dieter Schütt veröffentlichtes Buch "Lebens Traum und Lebens Lauf". Das Gespräch wurde aufgezeichnet und ist auf dem YouTube-Kanal des Literaturhauses Halle anzuschauen - https://youtu.be/n7v0QKWLwcY

Paul Werner Wagner war von 2012 bis 2020 Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, war Gründer der Emanuel Lasker Gesellschaft und deren Vorsitzender von 2001 bis 2019 und von 2002 bis 2010 Vorsitzender des Künstlerklubs DIE MÖWE. Für den Verlag für Berlin-Brandenburg / Quintus Verlag hatte er mit dem Journalisten Hans-Dieter Schütt aus der Vielzahl der Gespräche für eine Veranstaltungsreihe der Friedrich-Ebert-Stiftung in Halle eine Auswahl getroffen, die einen Querschnitt aus ost- und westdeutschen Backgrounds, politischen Haltungen und Lebenswegen abbildet: Carmen-Maja Antoni, Egon Bahr, Tissy Bruns, Friedrich Dieckmann, Frank Hörnigk, Rainer Karlsch, Peter Maffay, Karl Schlögel, Armin Mueller-Stahl, Michael Verhoeven, Antje Vollmer und Angel Wagenstein.

Holger Umbreit:
Wie ich zu Mamlok kam

Das "Hamburger Sprechwerk" plant in Zusammenarbeit mit umbreit Entertainment (Link: www.umbreit.hamburg) eine Realisierung von Friedrich Wolfs bekanntestem Drama "Professor Mamlock". Im Anschluss an die Hamburger Spielserie 2021 soll es dann ab Herbst 2021 auf Tournee gehen. Wir hoffen auf zahlreiche interessierte Städte und Spielstätten. Im Video erklärt Holger Umbreit "Wie ich zu Mamlock kam".

Film im Gespräch mit Wolfgang Kohlhaase, Juni 2020
video: Rosa-Luxmburg-Stiftung | vom 02.06.2020 | 01:10:06
Zum Film Der nackte Mann auf dem Sportplatz
Regie: Konrad Wolf | Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase
Moderation: Paul Werner Wagner (Kulturhistoriker)

 

Schnurzel, das Neinchen
Eine Hörgeschichte nach dem Märchen von Friedrich Wolf.
Es lesen die Ururenkel Lena, Malte, Fabienne, Emmi, Klara, Karl und Arthur.
Sound und Schnitt: Mathias Schwarz | Grafik: Jana Wolf

Björn Lüttmann,
Erfinder des Weihnachtsgans-Auguste Marktes,
Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion
und Mitglied der SVV Oranienburg.

Frank Jahnel,
Mitglied des Vorstands der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, singt
„Meinst du, die Russen wollen Krieg“ 
nach einem Gedicht des russischen Dichters Jewgeni Jewtuschenko.

Konrad Wolf zitierte die Zeilen als Erwiderung auf Günther Grass bei der Berliner Begegnung zur Friedensförderung deutscher und internationaler Schriftsteller im Dezember 1981.

Frank Jahnel
singt „Befreiung“ (Der Wind weht frei)
zum Gedenken an den 8. Mai 1945.

Prof. Thomas Naumann,
Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, liest
aus dem 2020 erschienenen "Poesiealbum Friedrich Wolf"

Liebesgedichte aus Moskau 1944/45

Tanja Trögel,
Leiterin der Gedenkstätte,
gibt Aussichten und stellt Filme und Bücher vor.

Prof. Thomas Naumann,
Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, liest
aus dem 2020 erschienenen "Poesiealbum Friedrich Wolf"

Gedichte für seinen 1953 geborenen Sohn Thomas


Schnurzel, das Neinchen
Eine Hörgeschichte nach dem Märchen von Friedrich Wolf.
Es lesen die Ururenkel Lena, Malte, Fabienne, Emmi, Klara, Karl und Arthur.
Sound und Schnitt: Mathias Schwarz | Grafik: Jana Wolf