Veranstaltungen

Andere
Lesung
02.05. Dienstag | 18:30

Café Sibylle
Karl-Marx-Allee 72
10243 Berlin

(030) 29 35 22 03
info@cafe-sibylle.de

Immer sind die Weiber weg ... und Immer sind die Männer schuld

Jörg Gudzuhn liest Stefan Heym
Moderation: Paul Werner Wagner

Stefan Heym hat  Immer sind die Weiber weg und  Immer sind die Männer schuld als Geburtstagsgeschenk für seine Ehefrau Inge geschrieben. Vergnügte, humorvolle und weise Geschichten geben ein ganz neues Bild von Stefan Heym. Es geht um die misslungene Tanzstunde, um ein verlorengegangenes Gebiss und vieles mehr, gewürzt mit Selbstironie und Altersweisheit. Stefan Heym wurde 1913 in Chemnitz geboren, emigrierte, als Hitler an die Macht kam, nach New York und schrieb dort seine ersten Romane. Nach dem Krieg kehrte er nach Europa zurück und fand in der DDR seine neue Heimat. Aber es gab auch dort neue Schwierigkeiten. Er zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Deutschen Gegenwartsliteratur.

Jörg Gudzuhn wurde 1945 in Seilershof, Landkreis Ruppin, geboren. Er besuchte die Schauspielschule Ernst Busch in Berlin und war dann in Karl-Marx-Stadt und Potsdam engagiert, später trat er im Maxim-Gorki-Theater in Berlin auf. Ab 1987 war Jörg Gudzuhn festes Ensemble-Mitglied am Deutschen Theater Berlin. Bereits Ende der 1960er war Jörg Gudzuhn im Fernsehen zu sehen. Bekannt ist sein Kommissar Hoffer in der ZDF-Krimiserie Der letzte Zeuge.

Foto: Privatarchiv Jörg Gudzuhn
Jörg Gudzuhn
Andere
Russischer Filmabend
08.05. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1962, s /w, 95 min

Iwans Kindheit

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Am Ufer des Dnjepr wird mitten im Krieg der zwölfjährige Iwan von sowjetischen Truppen aufgegriffen und zu Oberleutnant Galzew gebracht. Iwans Vater ist gefallen, seine Mutter und Schwester wurden von Faschisten ermordet. Der Junge verlangt, den Chef der Aufklärung zu sprechen. Galzew willigt ein und Hauptmann Cholin bestätigt, dass Iwan, der einem deutschen Vernichtungslager entkommen ist, als Kundschafter arbeitet. Cholin will Iwan auf eine Schule schicken, doch Iwan möchte zurück hinter die feindlichen Linien und setzt seinen Willen durch. Aber diesmal kommt Iwan nicht von der Front zurück. Erst zum Kriegsende, nach der Eroberung Berlins, entdecken Cholin und Galzew in einer Gestapo-Dienststelle ein Dokument, aus dem hervorgeht, dass Iwan von den Deutschen gefangengenommen und erschossen worden ist.

Tarkowski lässt die Handlung des Films häufig von Traumszenen unterbrechen. Stimmungen und formale Elemente spielen eine stärkere Rolle als die Entwicklung der Handlung, ein poetisches Element bei Tarkowski. Der Film führte zu einer Kontroverse, in der Jean-Paul Sartre den Film gegen eine Kritik im italienischen kommunistischen Parteiorgan L’Unità verteidigte, in dem Tarkowski eine kleinbürgerliche symbolistische Ästhetik vorgeworfen worden war.

Regie: Alexander Tarkowski, Buch: Michail Papawa, Kamera: Wadim Jussow, Darsteller: Nikolai Burljajew, Walentin Subkow, Jewgeni Scharikow, Stepan Krylow, Nikolai Grinko, Walentina Maljawina

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V. zum Tag der Befreiung.

Frühlingsfest
27.05. Samstag | 14:00
Friedrich-Wolf-Gedenkstätte
Alter Kiefernweg 5
16515 Lehnitz
(03301) 52 44 80

Frühlingsfest

Stargast: Hans-Eckardt Wenzel
Moderation: Paul Werner Wagner

In Haus und Garten von Else und Friedrich Wolf erwarten wir Mitglieder, Freunde und Gäste zum traditionellen Frühlingsfest der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Ausflug zum Lehnitzsee mit Ihrer Familie, Freunden und Bekannten.

Besonders freuen wir uns auf Hans-Eckardt Wenzel als prominenten Gesprächspartner von Paul Werner Wagner. Wer seine Lieder und Konzerte noch nicht kennt, sollte sich einen Auftrittstermin sichern. Aber Vorsicht – Fans des musikalischen Temperaments, der Poesie und des streitbaren Geistes sind schon immer auf seinen Spuren unterwegs. Bei uns gibt es die Kostprobe zum Genuss.
Begleitet wird der Nachmittag mit Klezmermusik in der Tradition von Lin Jaldati der Gruppe manifest um Harald Petzold, der unter anderem als Brandenburger im Kulturausschuss des Bundestages für die Linke aktiv ist.

Programm
14:00 Uhr  | Eröffnung mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Brätel, Bier und Wein – Bewirtung durch das Team von Horst Niebel vom Lehnitzer Schweizer Haus  
14:30 Uhr  | Gespräch mit Hans Eckardt Wenzel
15:30 Uhr  | Klezmer-Musik mit der Gruppe manifest Potsdam
Im Anschluss Führung durch die Gedenkstätte und Zeit für Gespräche und Freude am Frühling

Foto: Privatarchiv der Familie Wolf
Haus Lehnitz
Russischer Filmabend
19.06. Montag | 18:00

Russisches Haus
der Wissenschaft
und Kultur Berlin
Friedrichstraße 176-179
10117 Berlin
(030) 20 30 22 52
info@russisches-haus.de

UdSSR 1983, fa, 107 min

Abschied von Matjora

Gespräch mit Prof. Dr. Oksana Bulgakowa | Einführung und Moderation: Paul Werner Wagner

Im Morgengrauen und von den Dorfbewohnern Matjoras unbemerkt beginnen fremde Arbeiter mit der Planierung des alten Friedhofs auf der Insel, die nach staatlichem Willen in den Fluten eines Stausees verschwinden soll. Für die Dorfbewohner wird eine Betonsiedlung flussaufwärts errichtet und als das fortschrittliche und gute Leben gepriesen – kein Platz für die Kuh, dafür aber konstante Stromversorgung, fließend Wasser und dergleichen. Der Spielfilm erzählt die Geschichte einer missglückten Umsiedlung und durfte lange nicht im Ausland gezeigt werden. Erst Glasnost und Perestroika ermöglichten die Präsentation des Films auf der Berlinale 1987. Das Thema der Zwangsumsiedlung setzt Klimow in stark symbolische, teils mythische Bilder um.  

Regie: Larissa Schepitko und Elem Klimow nach dem Roman von Valentin Rasputin, Kamera: Wladimir Chukhnow, Alexei Rodionow, Juri Skhirtladze, Sergei Taraskin, Musik: Wjatscheslaw Artjomow, Alfred Schnittke, Darsteller: Stefanja Stanjuta, Lew Durow, Alexej Petrenko, Leonid Krjuk, Wadim Jakowenko, Juri Katin-Jarzew

Eine Veranstaltung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft in Kooperation mit RUSSISCHES HAUS der Wissenschaft und Kultur, neues deutschland sowie dem Go East Generationen e. V.