Veranstaltungen

Berliner Filmmontag im Toni
08.04. Montag | 18:00

Kino TONI
Antonplatz 1
13086 Berlin
(030) 92791200

BERLIN im FILM

Engel aus Eisen

D 1981, s/w, 105 min
Gesprächspartner: Joachim von Vietinghoff und Marion Brasch

Berlin, zur Zeit der Luftbrücke. Der 17-jährige Werner Gladow nutzt die gesellschaftliche Ausnahmesituation, die auch die Polizei zerrüttet, um mit seiner Bande ungestört seine Raubzüge durchzuführen. Mit Hilfe eines Informanten kommt er zudem an interne Polizei-Informationen heran. Gladows Ziel ist es, eine unanfechtbare Vormachtsstellung in der Berliner Unterwelt zu erlangen. Doch mit dem Ende der Blockade geht auch der Niedergang der Gladow-Bande einher. – Nach einer wahren Begebenheit.

"Erstlingsfilm (von Thomas Brasch) mit beeindruckend dichten Szenerien, die den Geist jener Zeit widerspiegeln, und Hauptfiguren, in denen sich die Widersprüche und die Verstörung der Menschen nach dem Krieg besonders deutlich zeigen. Am Ende zu stilisiert, verliert der Film die Dramatik und das Tempo der authentischen Ausgangsfabel." (Lexikon des Internationalen Films)

 

Regie: Thomas Brasch, Drehbuch: Thomas Brasch, Kamera: Walter Lasally, Musik: Christian Kunert, Darsteller: Hilmar Thate, Katharina Thalbach, Ulrich Wesselmann, Karin Baal, Ilse Pagé, Klaus Pohl, Hanns Zischler, Peter Brombacher, Horst Laube, Jürgen Flimm

Literaturforum im Brecht-Haus
15.04. Montag | 20:00

Brecht-Haus
Chausseestraße 125
10115 Berlin

Erinnern an Frank Hörnigk

Im Gespräch mit Daniela Dahn, Dr. Janine Ludwig, Hans-Eckardt Wenzel und Friedrich-Wilhelm Junge Moderation: Paul Werner Wagner

Kurz vor dem 75. Geburtstag von Frank Hörnigk möchten wir an den am 30. Januar 2016 verstorbenen Literaturwissenschaftler, Hochschullehrer, Herausgeber, Publizisten und Initiator innovativer Kulturprojekte erinnern. Er studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Ab 1984 war er dort als Dozent tätig. 1988 wurde er zum außerordentlichen, 1990 zum ordentlichen Professor der Sektion Germanistik berufen. 1993 erfolgte eine Neuberufung auf den Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur. Er war Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland, Herausgeber der Arnold-Zweig-Gesamtausgabe (Aufbau Verlag) und der Heiner-Müller-Werkreihe (Suhrkamp). Auch als Vorstandsmitglied der Friedrich-Wolf-Gesellschaft setzte sich Frank Hörnigk für wesentliche Autoren aus dem Osten ein, die aus dem Wertekanon verschwinden sollten.

Seit Anfang der 80er Jahre war Frank Hörnigk einer der wenigen prägenden Intellektuellen an der Humboldt-Universität. An ihm haben sich viele gedanklich orientiert ... (Daniela Dahn)

Über eine Auswahl von Tondokumenten wird Frank Hörnigk noch einmal zu Wort kommen.
Anschließend werden Freunde, Schüler und Weggefährten sich an ihn erinnern.

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf
Frank Hörnigk und Paul Werner Wagner
nd im Club
06.05. Montag | 18:00

Münzenbergsaal im  ND-Gebäude Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Wer wir sind.

Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein
Prof. Dr. Wolfgang Engler im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Wer sind diese Ostdeutschen?, fragt sich die Öffentlichkeit nicht zuletzt seit Pegida, NSU und den Wahlerfolgen der AfD. Antidemokraten, Fremdenfeinde, unverbesserliche Ostalgiker? Zwei herausragende Stimmen des Ostens stellen sich in diesem Streitgespräch jenseits von Vorurteilen und Klischees der Frage nach der ostdeutschen Erfahrung, die, so ihre These, „vielleicht am besten mit Heimatlosigkeit zu beschreiben ist, mit einem Unbehaustsein, das viele Facetten kennt. Das sich nicht jeden Tag übergroß vor einem aufstellt, aber das immer spürbar ist, nie weggeht.“ Ein unverzichtbarer Beitrag zur Geschichtsschreibung des Deutschlands nach der Wende. (Aufbau Verlag)

Wolfgang Engler, Philosoph, Professor für Kultursoziologie, Dozent für Regie und langjähriger Leiter der Schauspielschule Ernst Busch ist Verfasser von Büchern, die sich mit dem Phänomen des Staatssozialismus im Allgemeinen und der Verfasstheit in Ostdeutschland nach dessen Ende im Besonderen auseinandersetzen. Er hat bereits Jahrzehnte Erfahrung mit der DDR, während Jana Hensel bei ihrem Verschwinden gerade 13 Jahre alt war.

Engler, W. und Hensel, J.: Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein, Aufbau Verlag, 2018, ISBN-13: 978-3351037345
Plakat: Wer wir sind
Berliner Filmmontag im Toni
13.05. Montag | 18:00

Kino TONI
Antonplatz 1
13086 Berlin
(030) 92791200

BERLIN im FILM

Eine Berliner Romanze

DEFA 1956, s/w, 81 min
Gesprächspartner: Annekathrin Bürger und Wolfgang Kohlhaase

Uschi ist 16 Jahre alt und lernt den Beruf einer Verkäuferin. Als sie eines Tages auch Kleider vorführen darf, und sie Gefallen daran findet, kommt sie auf die Idee,Mannequin zu werden. Aber ihre Eltern, bei denen sie mit ihrem Bruder in Ost-Berlin wohnt, erklären sich nicht damit einverstanden. Kurzentschlossen zieht sie zu ihrem Freund Hans nach Westberlin. Nach einem Arbeitsunfall verliert Hans seine Arbeit. Da er also keine eigene Wohnung hat und sich als Arbeitsloser auch keine leisten kann, zieht Uschi wieder zu ihren Eltern nach Ost-Berlin. Dort versöhnt sie sich wieder mit ihnen und erhält die Erlaubnis, Hans einmal mitzubringen.

„Eine Berliner Romanze — zu einem wesentlichen Thema ein gewiss interessanter Unterhaltungsfilm. Junge Liebe im gespaltenen Berlin, zusätzliche Erschwernisse zu einem ohnehin für junge Menschen nicht immer einfachen Problem. Aber keine Grenze ist so stark, sie lieben und küssen sich doch. Und Liebe und Verstehen wird eines Tages endgültig über Mißtrauen und Grenzbarrieren triumphieren.“ (Neue Zeit)

 

Regie: Gerhard Klein, Drehbuch: Wolfgang Kohlhaase, Kamera: Wolf Göthe, Musik: Günter Klück, Darsteller: Annekathrin Bürger, Ulrich Thein, Uwe -Jens Pape, Marga Legal, Erika Dunkelmann, Erich Franz, Horst Kube, Hartmut Reck, Eckart Friedrichsohn, Ernst-Georg Schwill

Frühlingsfest
25.05. Samstag | 14:00

Frühlingsfest

Stargast Gregor Gysi im Gespräch mit Paul Werner Wagner

Der Garten der Friedrich-Wolf-Gedenkstätte hat als Traditionsort des Frühlingsfestes schon einige Prominenz gesehen und viele Besucher, die immer wieder gerne die Atmosphäre genießen und sich auf gute Unterhaltung und Musik freuen. Gregor Gysi hat uns den einzigen raren Platz zur besten Open Air-Zeit reserviert, so dass sich alle auf ein Gespräch mit klaren Positionen, Humor und leichtfüßiger Ironie freuen können. Begleitet wird der Nachmittag mit der Musik des Duos Keys 'n' Drums – Andreas Oehme meets Dag Tjaden, das sich zu unserer Freude vor kurzem in unserer Nähe zu groovendem Jazz von Boogie, Blues und Balladen zusammengetan hat. Für die Bewirtung sorgt wieder Horst Niebel mit seinem Team vom Schweizerhaus. Die Friedrich-Wolf-Gesellschaft sucht den Kuchen aus und versorgt am Bücherstand mit geistiger Nahrung.

Programm    
14:00 Uhr   
Eröffnung mit Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Brätel vom Grill, Bier und Wein und Musik zum Ankommen

14:45 Uhr   
Begrüßung durch Paul Werner Wagner, Vorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

15:00 Uhr   
Gespräch Gregor Gysi und Paul Werner Wagner

16.00 Uhr   
Duo KEYS ‘N‘ DRUMS – es darf geklatscht, geschnippt und getanzt werden.
Zeit für Gespräche und Führung durch das Haus von Else und Friedrich Wolf

Foto: ©Privatarchiv der Familie Wolf
Frühlingsfest in Lehnitz