Auf dem schönen Gartengrundstück von Else und Friedrich Wolf sind schon einige Bäume „in die Jahre gekommen“. Wegen der von ihnen ausgehenden Gefahr wurden wir beauflagt, zu Beginn dieses Jahres drei ausgewachsene, kranke Kiefern fällen zu lassen und dafür entsprechende Nachpflanzungen vorzunehmen. Der ausführenden Firma standen tatkräftige Helfer unserer Gesellschaft zur Seite.
Ein organisatorischer und vor allem unerwarteter finanzieller Kraftakt. Aber auch ein schmerzlicher Verlust, denn wir bewohnen als Verein ein denkmalgeschütztes Haus, das Bestandteil des Flächendenkmals Waldsiedlung ist. Und unsere Straße heißt nicht von ungefähr „Alter Kiefernweg“. Die Farben der Klinker an den Häusern sollten das Farbspiel der großen Kiefern aufgreifen, die den Charakter der Siedlung bestimmen.
Mit Sorge sehen wir jeden Pilz in unserem Baumbestand, der uns ein gutes Mikroklima und Schatten für unsere Gartenkonzerte schenkt. Besonders die große Kiefer auf der Wiese ist ein treuer Freund, der schon vielen Schatten spendete: der Familie, von Friedrich Wolf am Fuße des Baumes fotografiert, der Enkelin, die als Kind die bereits wartenden Eichhörnchen aus der Hand mit Nüssen gefüttert hat, Ostereiersuchen der nachfolgenden Generationen, hunderten Kindern am jährlichen Ziel des Friedrich-Wolf-Laufes der Lehnitzer Grundschule, Gartenkonzerten der Kreismusikschule und den Frühlingsfesten der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.
Wir leben gerne damit, Gastgeber in einem besonderen Ort mit Geschichte zu sein. Das bringt aber auch die anspruchsvolle und aufwendige Pflege und den Erhalt von Haus und Garten unter den Auflagen des Denkmalschutzes mit sich. Wir wollen die wohnliche und einladende Atmosphäre für die Gäste unserer Führungen und Veranstaltungen erhalten. Jede Unterstützung ist uns dabei herzlich willkommen.


