Publikationen

Veröffentlichungen der Friedrich-Wolf-Gesellschaft

Wir stellen eine Auswahl von Publikationen vor, die in und mit der Friedrich-Wolf-Gesellschaft entstanden sind. Die meisten sind nur noch in wenigen Exemplaren im Museum oder antiquarisch erhältlich. Mit dem Aufbau unserer Mediathek wollen wir demnächst wichtige Texte zur Verfügung stellen, die über Leben und Werk Friedrich Wolfs Auskunft geben und Grundlage für eine offene Rezeption und kritische Auseinandersetzung sein können.

Einspruch – der Jahresalmanach

Seit Ihrer Gründung im Jahr 1992 bis zum Jahr 2004 erschien die Publikationsreihe „Einspruch“ als Jahresalmanach der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Schwerpunkt sind Beiträge von Literaturwissenschaftlern, Historikern, Medizinern und Politikern zur Biografie und zum Werk von Friedrich Wolf sowie die vielfältigen Aktivitäten der Gesellschaft. Publikumsmagneten waren vor allem das traditionelle Frühlingsfest im Museum sowie Kulturtage in den Lebensorten Friedrich Wolfs (Neuwied, Remscheid, Stuttgart, Hechingen, Worpswede, Berlin, Dresden, Oranienburg und Lehnitz) mit Symposien, Theateraufführungen, Konzerten, Filmen und Lesungen. Einzelne Exemplare der Jahreshefte liegen im Museum zur Einsicht vor. Einige interessante Inhalte werden künftig in der Mediathek verfügbar sein.

Einspruch – wissenschaftliche Bände

Hermann Haarmann, Gründungsvorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, war als langjähriges Mitglied auch später noch einige Jahre zum Vorsitz bereit. An der Freien Universität Berlin zu einer Professur für Kommunikationsgeschichte mit dem Schwerpunkt Exil berufen, editierte er gemeinsam mit Christoph Hesse drei Bände „Einspruch“ mit wissenschaftlichen Beiträgen, die 2007, 2010 und 2014 erschienen und in Symposien in der Akademie der Künste am Hanseatenweg vorgestellt wurden. Einige Exemplare der Schriftenreihe der Friedrich-Wolf-Gesellschaft stehen im Museum zur Verfügung. Inhalte werden künftig in der Mediathek zur Einsicht bereitgestellt.

Mit „Einspruch“ wurde 2007 eine Schriftenreihe der Friedrich-Wolf-Gesellschaft mit Sammlungen wissenschaftlicher Beiträge fortgesetzt, die Ergebnisse der literaturwissenschaftlichen Forschungen zu Leben und Werk Friedrich Wolfs dokumentiert. Dabei sollte die Einordnung des Wolfschen Schaffens in die großen ideen- und zeitgeschichtlichen Entwicklungen sowie kulturpolitischen Debatten des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stehen.

Der erste Band widmet sich schwerpunktmäßig den lebensreformerischen und gesellschaftlich-utopischen Entwürfen Friedrich Wolfs in den zehner und zwanziger Jahren. Ergänzt wird der Band um Rezensionen und einen autobiografischen Bericht aus der Exilzeit von Markus Wolf.

Hermann Haarmann, Gründungsvorsitzender der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, war als langjähriges Mitglied auch später noch einige Jahre zum Vorsitz bereit. An der Freien Universität Berlin zu einer Professur für Kommunikationsgeschichte mit dem Schwerpunkt Exil berufen, editierte er gemeinsam mit Christoph Hesse zwei Bände weitere Bände „Einspruch“ mit wissenschaftlichen Beiträgen, die 2010 und 2014 erschienen und in Symposien in der Akademie der Künste am Hanseatenweg vorgestellt wurden. Einige Exemplare der Schriftenreihe der Friedrich-Wolf-Gesellschaft stehen in der Gedenkstätte zur Verfügung. Inhalte werden künftig in der Mediathek zur Einsicht bereitgestellt.

Einspruch. Schriftenreihe der Friedrich-Wolf-Gesellschaft,
Redaktion: Hermann Haarmann, Berlin: B&S Siebenhaar Verlag 2007, 126 Seiten

 

Der vorliegende „Einspruch“ versammelt wissenschaftliche Beiträge zum persönlichen Schicksal und zur künstlerischen Arbeit von Friedrich Wolf (erste Auswertung seiner Moskauer Kaderakte), von Kollegen und Freunden, die, wie er, vor dem Nationalsozialismus in die Sowjetunion flohen. Ergänzt werden diese Texte durch (teilweise unveröffentlichte) Erinnerungen von Zeitzeugen. Am Ende finden sich Rezensionen ausgewählter Veröffentlichungen zu Wolf, zum Stalinismus und zum Exil 1933 – 1945.
Diejenigen, die ab 1933 in die UdSSR emigrierten, waren getrieben von dem Wunsch, dort eine neue Heimat zu finden. Das Land ihrer Träume zeigte sich zunächst wohlwollend, nahm die Sympathisanten noch mit offenen Armen auf, wenngleich schon von Anfang an nicht unerhebliche bürokratische Hürden zu überwinden waren, ehe man einreisen durfte. Die Hoffnung, endgültig Schutz gefunden zu haben vor faschistischer Verfolgung und Gewalt, war trügerisch. Denn im Laufe der zunehmenden Verleumdungen und Aburteilungen durch die stalinistischen Prozesse verkehrte sich das Gefühl der Rettung in Angst und Schrecken vor den eigenen „Genossen“.
Tectum 2010
ISBN 978-3-8288-2220-0

Das Jahr 2013 war für die Friedrich-Wolf-Gesellschaft, ihre Mitglieder und besonders für die Wolf-Familie ein ganz besonderes. Denn es galt, an Friedrich Wolfs 125. Geburtstag und an seinen 40. Todestag zu erinnern. Aus diesem Grunde fand in der Berliner Akademie der Künste eine Fachtagung zum Werk von Friedrich Wolf statt. Der vorliegende Band dokumentiert die dort gehaltenen Vorträge.
Damit nicht genug der Gedenktage, denn Emmi Wolf, die langjährige Leiterin des Friedrich-Wolf-Archivs in Lehnitz, beging in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Grund genug, eine Auswahl von Interviews abzudrucken, die sie vor Jahren mit sowjetischen Offizieren und Freunden, die Friedrich Wolf während seines Moskauer Exils erlebt hatten, aufzeichnete. Zusätzlich wurden ein bislang unbekannter Text von Friedrich Wolf (Moskau 1941) und ausgewählte Aufsätze zu Wolf in den Band aufgenommen.
Textum 2014
ISBN 978-3-8288-3357-9

Protokollbände

„Internationales wissenschaftliches Friedrich-Wolf-Symposion“
der Volkshochschule der Stadt Neuwied
vom 2. – 4. Dezember 1988 in Neuwied
aus Anlass des 100. Geburtstages
von Dr. Friedrich Wolf
*23.12.1988 in Neuwied

Friedrich Wolf – wie ihn Historiker und Literaturwissenschaftlicher sehen: Eine facettenreiche Person der Zeitgeschichte und eine wichtige Figur des geistigen Widerstands gegen den Faschismus und die Nazidiktatur.
Gemeinsame Herausgeber: Volkshochschule der Stadt Neuwied und Friedrich-Wolf-Archiv Lehnitz
ISBN 3-9801152-7-5
Das Symposium zum 100. Geburtstag von Friedrich Wolf im Dezember 1988 war ein besonderes kulturelles Ereignis mit einer gewissen politischen Brisanz, denn diese Form des öffentlichen Kulturaustausches zwischen der BRD und der DDR hatte es bislang nicht gegeben. Der stellvertretende Kulturminister der DDR nutzte dann auch die Gelegenheit, anschließend weitere Gespräche über kulturelle Zusammenarbeit in der BRD durchzuführen.
Literaturwissenschaftler, Historiker, Mediziner und Interessiertes Publikum kamen sich näher. Viele wurden 1992 zu Gründungsmitgliedern der Friedrich-Wolf-Gesellschaft und prägten die offene und freundschaftliche Atmosphäre über ideologische Grenzen hinweg.
Zum Symposion übermittelten Vertreter der Städte, in denen Friedrich Wolf gelebt und gearbeitet hatte, Grußworte, die für einen kommunistischen Autor nicht selbstverständlich waren:
Aus der BRD: Karl-Heinz Schmelzer, Oberbürgermeister von Neuwied; Prof. Dr. K. Fleischhauer, Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Willi Hartkopf, Oberbürgermeister von Remscheid; Norbert Roth, Bürgermeister der Stadt Hechingen; Manfred Rommel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart; Eberhard Diepgen, Regierender Bürgermeister von Berlin.
Aus der DDR: Erhard Krack, Oberbürgermeister von Berlin, Hauptstadt der DDR; Manfred Engler, Bürgermeister der Gemeinde Lehnitz (Nordbahn).
Grußwort von Prof. Dr. Marta Mierendorff, Los Angeles, USA (durch Krankheit an der Teilnahme verhindert).
Die sehr bemerkenswerten Grußworte und Texte der Vorträge werden künftig in der Mediathek zugänglich sein.

Zum 50. Todestag Friedrich Wolfs
Beiträge zu den Friedrich-Wolf-Kulturtagen 2003 in Berlin, Lehnitz und Potsdam
Herausgegeben von der Friedrich-Wolf-Gesellschaft e.V.

Fünfzig Jahre nach dem Tod Friedrich Wolfs (1988 – 1953) nehmen Wissenschaftler, Publizisten und Politiker aus Deutschland, Frankreich, den USA und Israel Leben und Werk des Dramatikers, Arzt, Juden und Kommunisten in Augenschein. Die Kämpfe, Leiden und Hoffnungen, Irrungen und Illusionen des 20. Jahrhunderts werden lebendig.
Friedrich Wolfs Erlebnis in der Worpsweder Siedlergemeinschaft und dessen Niederschlag im dramatischen Werk interessieren die Autoren ebenso wie das Schicksal von Wolfs Freundin Lotte Rayß, deren Tochter Lena bei Else Wolf aufwuchs, während die Mutter in Stalins Lager inhaftiert war. Frank Stern vergleicht die Gunst der jeweiligen Zeit – 1523, 1953, 2003 – für Utopien, wie sie Thomas Müntzer verkündete und Friedrich Wolf mit seinem Müntzer-Drama und -Film weitergab. Zum ersten Mal wird ein Bericht Friedrich Wolfs über die Emigration in Frankreich und vor allem über die Verhältnisse im Internierungslager Le Vernét veröffentlicht, den er sofort nach seiner Rückkehr aus Frankreich 1941 für Wilhelm Pieck schrieb. In einem anderen Beitrag wird das Jahr 1953 beleuchtet: das Jahr, in dem Friedrich Wolf starb und sein jüngster Sohn geboren wurde und in dem Zeitereignisse – der 17. Juni oder der Tod Stalins – gleichermaßen geeignet für Angst und Hoffnung waren.

Spuren

Mit „Spuren“ wurde 2025 eine neue Reihe von Publikationen ins Leben gerufen, die von Sebastian Köpcke gestaltete kleine Ausschnitte aus dem Leben und Werk der Familie Wolf für Interessierte, Freunde und Sammler bereithält. Die Ausgaben der kleinen Edition sind im Museum und bei Veranstaltungen erhältlich.
Bisher erschienen:

Spuren 1:
Die Bitternis des Sieges

Erinnerungen Konrad Wolfs als junger Soldat der Roten Armee im 2. Weltkrieg in Tagebuchausschnitten und Aufzeichnungen zur Vorbereitung des Filmes „Ich war neunzehn“.

Spuren 2:
Mit heißem Herzen

Zum 500. Jahrestag der Hinrichtung Thomas Münzers in ausgewählten Briefen und Erinnerungen Friedrich Wolfs zum Stoff des Bauernkrieges und seiner Umsetzung in seinen Dramen „Der arme Konrad“ und „Thomas Münzer“ am Theater. Das Drama „Thomas Münzer“ entstand an Wolfs Schreibtisch im Wohnhaus in Lehnitz.

Spuren 3:
Wolf und ich

„Pit Pikus und die Möwe Leila“ ist eine der berührenden Erzählungen in der Sammlung von Märchen und Tiergeschichten von Friedrich Wolf. Sie war Anlass, sich in einem Schulprojekt „Wolf und ich“ an der Friedrich-Wolf-Grundschule Lehnitz mit dem Thema des Andersseins und von Freundschaft über Hindernisse von Vorurteilen hinweg zu beschäftigen. Es entstanden sehr persönliche Geschichten und Zeichnungen der Kinder, die auch in einer Ausstellung  des Literaturhauses mit Lesebeiträgen der Kinder gewürdigt wurden.

Spuren 4:
Konrad Wolf 100 – Pelmeni-Mobilisierung

Anlässlich des 100. Geburtstages von Konrad Wolf wurde an die von ihm selbst organisierte „Pelmeni-Mobilisierung“ zum seinem 50. Geburtstag im Künstlerklub „Die Möwe“ erinnert. Mit Erinnerungen seines Bruders, Originalfotos und Originalrezeptur für die Fertigung des russischen Kultgerichts.

Warten auf die Mediathek

Wir bitten um Verständnis, dass auf unserer Internetseite die geplante Mediathek bisher nicht verfügbar ist. Wir benötigen noch personelle Kraft, Mittel für die Arbeit und kreative Mitstreiter, um Ihnen interessante Texte, Hörproben und Videoaufzeichnungen zur Verfügung zu stellen.