Geschichte der Friedrich-Wolf-Gesellschaft
Literatur, Erinnerung und kulturelles Erbe
Entstehung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft
Aus einem ersten gemeinsamen deutsch-deutschen Treffen anlässlich des 100. Geburtstags von Friedrich Wolf im Jahr 1988 in Neuwied entwickelte sich ein intensiver Austausch zwischen Interessierten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Ost- und Westdeutschland. Diese Annäherung mündete schließlich in die gemeinsame Gründung der Friedrich-Wolf-Gesellschaft e. V. im Jahr 1992 in Berlin.
Gründung und historischer Kontext
Die Gesellschaft wurde am 20. März 1992 in der Akademie der Künste (Ost) gegründet, an einem Ort, der eng mit der Familie Wolf verbunden ist. Friedrich Wolf war seit den 1950er-Jahren ordentliches Mitglied der Akademie. Sein Sohn, der Regisseur Konrad Wolf, prägte die Institution als Präsident von 1965 bis zu seinem Tod im Jahr 1982 maßgeblich.
Humanistisches Erbe von Friedrich Wolf
Ein Großteil des literarischen Werkes von Friedrich Wolf ist bis heute aktuell. Seine Forderung nach Frieden, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Gleichberechtigung der Frauen vereint Menschen über politische Grenzen hinweg. Die Friedrich-Wolf-Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses künstlerische und medizinische Vermächtnis zu erforschen und zugleich das humanistische Erbe für kommende Generationen zu bewahren.
Friedrich-Wolf-Museum in Lehnitz
Friedrich Wolf verbrachte seine letzten Lebensjahre in Lehnitz bei Berlin. Schon zu DDR-Zeiten wurde sein Haus – heute Friedrich-Wolf-Museum – der Akademie der Künste überlassen, die dort ein Archiv einrichtete. Seit 2005 ist die Friedrich-Wolf-Gesellschaft Eigentümerin des Hauses und hat die historischen Wohn- und Arbeitsräume sowie den Garten originalgetreu restauriert.
Kulturelles Zentrum für Region und Forschung
Heute ist das Friedrich-Wolf-Museum nicht nur Erinnerungsort, sondern auch ein kulturelles Zentrum in Lehnitz. Mit Lesungen, Vorträgen, Diskussionen, Filmvorführungen und Ausstellungen vermittelt die Gesellschaft den Bezug zwischen Literatur, Humanismus und Geschichte. Auch in der Zusammenarbeit mit Schulen und Bildungseinrichtungen wird Friedrich Wolfs Leitmotiv lebendig: „Kunst ist Waffe!“
Mitmachen, mitdenken, mitgestalten
Sie möchten dazu beitragen, das literarische und humanistische Erbe von Friedrich Wolf lebendig zu halten? Die Friedrich-Wolf-Gesellschaft freut sich über neue Mitglieder, die sich mit Ideen, Engagement oder einfach mit Interesse einbringen möchten – sei es bei Veranstaltungen, in der Bildungsarbeit oder im kulturellen Austausch.
Werden Sie Teil eines lebendigen Netzwerks, das sich für Demokratie, Aufklärung und Erinnerungskultur einsetzt.







