Sieben Jahrzehnte und kein bisschen müde. Bei seiner Gründung war der „Friedrich Wolf“ Dresden der Werks-Chor der Flugzeugwerke Dresden. Von 1962 bis 1990 war der VEB Elektromat Träger des Chores. Das zum Betrieb gehörige Kulturhaus trug ebenfalls den Namen Friedrich Wolf. Seit Mitte 1990 ist der Chor ein eingetragener Verein – mit andauerndem Erfolg.
Großen Anteil daran hatten hochqualifizierte und engagierte Chorleiter wie Prof. Hans Dieter Pflüger und mehr als 20 Jahre lang Rolf Mickan. Seit 2013 ist Eric Weisheit musikalischer Leiter. Heute besteht der Chor „Friedrich Wolf“ aus ca. 60 aktiven Sängern und Sängerinnen und dem aus interessierten Mitgliedern des Chores gebildeten Kammerchor „Zwischentöne“.
Familiär und herzlich
Zum Jubiläumskonzert waren wir herzlich eingeladen. Sabine und Frank Jahnel nahmen sehr gern an dieser Veranstaltung im Plenarsaal des Rathauses von Dresden teil und überbrachten die Glückwünsche der Friedrich-Wolf-Gesellschaft. Von Anfang an herrschte eine freudig gespannte, beinahe familiäre Atmosphäre. Viele der rund 200 Gäste waren offensichtlich selbst einmal Chormitglieder und freuten sich über das Wiedersehen nach langer Zeit.
Die Vorsitzende des Fördervereins, Frau Dr. Antje Dziolloß, begrüßte die Gäste herzlich und stellte den künstlerischen Leiter Eric Weisheit vor. Dieser begeisterte während des gesamten Konzertes sowohl das Publikum wie auch die Chormitglieder. Seine musikalischen Fähigkeiten und sein wunderbarer Humor trugen zum Erfolg des unterhaltsamen und künstlerisch anspruchsvollen Nachmittages bei. Die Chormitglieder beeindruckten durch ihre Sicherheit, saubere mehrstimmige Gesänge und sehr sympathische Ausstrahlung. Die Freude am Singen war allen anzumerken.
Erinnerungen an Else und Konrad Wolf
Im Anschluss erfuhren wir von dem ältesten Chormitglied, der an diesem Tag seinen 89. Geburtstag beging, dass er 1958 dem Chor beigetreten und auch bei der feierlichen Namensverleihung dabei war, die Else und Konrad Wolf am 20. Januar 1962 vornahmen. Auch an die Auftritte zu den Friedrich-Wolf-Tagen in Neuwied, der Geburtsstadt des Schriftstellers, konnte er sich gut erinnern.
