Über viele Jahre hinweg hat der 1954 im sächsischen Freiberg geborene Bogomil Helm Zitate gesammelt: vielfältige Aussagen über Krieg und Frieden von wissenden Akteuren der Zeitgeschichte. Helm, von seinen Freunden Bogo genannt, hat sie kunstfertig auf Drucke gepackt. Es sind kluge und plausible Erkenntnisse aus Erfahrung – und sie lassen schaudern. Warum gelingt es den Herrschenden eigentlich immer wieder, Wirtschaft und Gesellschaft in Richtung Krieg zu treiben?
Seit Mitte September und bis Ende November 2026 hängen Bogos Exponate bei uns im Friedrich-Wolf-Literaturhaus in Lehnitz. Die Ausstellung soll ein verlorenes Geschichtsbewusstsein wiederauffrischen. Für uns drücken die Werke eindrucksvoll den alten Menschheitstraum nach einem dauerhaften Weltfrieden aus und erinnern an die furchtbaren Folgen der beiden Weltkriege im vorigen Jahrhundert. Und an das Gelübde der damaligen Generation, das lautete:
„Nie wieder Krieg!“
Bogomil Helm kennen wir als zurückhaltenden, leisen Menschen und Künstler. Seine ersten Foto-Grafik-Montagen fertigte er 1974 an, von 1976 bis 1981 absolvierte er ein Studium der Kulturwissenschaften/Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Anschluss arbeitete er bis 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildende Kunst der Akademie der Künste der DDR. Seit mehr als 40 Jahren ist er freischaffend als Foto-Grafiker tätig.
Mit seinen Statements gegen den Krieg unter dem Titel „friedens-süchtig“ geben wir gemeinsam der Hoffnung Ausdruck, dass die Sehnsucht nach Frieden süchtig macht.



