Mit Pit Pikus und der Möwe Leila in den Schulstart

Ein Foto von der Lesung
Kurz vor Ende der Ferien luden wir zu unserer zweiten Hortlesung in diesem Sommer ein. Es wurde lebendig.

Achtzehn aufgeweckte Schulanfänger besuchten uns am 19. August 2026. Voller Neugierde und wissbegierig betraten sie das einstige Wohnhaus Friedrich und Else Wolfs.

„Hier wollte ich schon immer mal her“, sagte N., der nicht weit vom Literaturhaus wohnt. „Ich war schon mal hier“, ließ sich O. vernehmen, der tatsächlich bei der Lesung der Kinderschreibwerkstatt dabei war, als seine ältere Schwester hier ihre selbst verfassten Geschichten vor Publikum las.

Mit einem kleinen Begrüßungssnack ging es dann auf die Plätze in der Bibliothek des Hauses, wo schon das Bild-Theater und der Vorleseplatz mit Mikrofon aufgebaut waren. Für die Mikrofonprobe fanden sich gleich mehrere bereit und lauschten gespannt, wie ihre Stimme verstärkt klang.

Anderssein als Entdeckung

Zunächst erfragte unsere Jana Weinert, was die Kinder über Tiere alles wissen, speziell über die beiden, um die sich die Geschichte dreht. Warum ein Schwarzspecht nicht schwimmen kann, wussten die Kinder sofort. Warum eine Möwe nicht an Bäumen hinaufklettert, auch. Und auch, was den beiden Vögeln als Leibgericht dient und wo sie am liebsten leben. Fast alle Kinder hatten schon einmal einen Freund oder eine Freundin, die ganz anders waren als sie selbst – sie hatten Spaß zusammen und nahmen das Anderssein als Entdeckung.

So waren die Kinder gut vorbereitet auf die Lesung der Geschichte „Pit Pikus und die Möwe Leila“. Gelesen wurde wieder von Luise Jahn, die in unserem Haus schon öfter als Vorleserin Kindergruppen in den Bann einer Geschichte zog. Sie verriet nach dem Schlussapplaus den Kindern noch ihr Geheimnis, wie sie es schafft, beim Vorlesen die Geschichten so lebendig werden zu lassen.

Fitness mit Friedrich Wolf

Bei einer Runde durchs Haus erprobten sich die Knirpse an den Hanteln des Dichters und erfuhren, dass er einst hier in Lehnitz jeden Morgen schwimmen gegangen war und seine Joggingrunden im Wald gedreht hatte. Als sie hörten, dass er als Arzt auch über Heilkräuter Bescheid wusste, kamen gleich mehrere Kinder mit Tipps zu Salbei, Pfefferminz und zum unbeschadeten Verzehr von Brennnesseln. Dass eine Geschichte nach dem Aufschreiben noch oft verändert wird, sahen sie an den handgeschriebenen Manuskriptseiten, die auf dem Schreibtisch Friedrich Wolfs ausgestellt sind.

Wir danken dem Hort der Friedrich-Wolf-Grundschule für diese herzliche Begegnung mit den Kindern, die inzwischen zu einer schönen Tradition geworden ist.

Gern laden wir auch die anderen Grundschulen der Stadt und des Landkreises ein, sich über unsere Angebote für Hortgruppen oder für den Unterricht zu informieren und sie zu nutzen.

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