Zweimal im Jahr treffen sich die Akteure der Literaturlandschaft Brandenburgs reihum in den Häusern, die sich Autoren und Autoren, ihrem Werden und ihren Werken widmen und Besuchern mit einem vielfältigen Angebot öffnen. Zum Frühlingstreffen 2026 hatte die Friedrich-Wolf-Gesellschaft in das Wohnhaus von Else und Friedrich Wolf nach Lehnitz eingeladen. Eine gute Gelegenheit, direkt in den originalen Räumen über die Arbeitsbedingungen in einem denkmalgeschützten Haus zu reden und sich über die schönen und die schwierigen Seiten des Ringens um den Erhalt eines wichtigen kulturellen Angebots auszutauschen.
Die Frage nach dem Nachlass
Im Zentrum des von Peter Walther (Literaturbüro Brandenburg) moderierten Treffens stand die Frage nach dem Umgang mit literarischen Nachlässen. Das Thema ist deshalb aktuell, da für etliche Brandenburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Verbleib ihres literarischen Nachlasses bislang ungeklärt ist und es dazu zwischen verschiedenen Akteuren einen ersten Austausch und Überlegungen gibt. Bei diesem Treffen bekamen sie neue Impulse. Maren Horn von der Akademie der Künste sprach über ihre Archivarbeit und bot sich als Ansprechpartnerin an.
Im Anschluss berichteten Vertreter weiterer Literatureinrichtungen über ihre Arbeit. Das Kleistmuseum gewährte Einblick in seine Entwicklungen und in die Erarbeitung einer neuen Dauerausstellung, die „Warnitzer Lesungen“ stellten sich mit interessanten neuen Literatur-Projekten rund um das Thema Fußball vor und Dieter Hinze, neuer Leiter des Christian-Morgenstern-Museums, stellte die Situation des Hauses anschaulich dar.
Das untere Foto zeigt die Organisatoren des Treffens: Peter Walther vom Literaturbüro Brandenburg und Jana Weinert von der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.

