Oper. Mord und Totschlag

Frank Jahnel, der Vorsitzende der Friedrich-Wolf-Gesellschaft, begrüßt Klaus Lederer auf der neuen Wolf-Bühne.
Klaus Lederer und die Staatsstreicher der Staatsoper Unter den Linden brillierten im Garten des Friedrich-Wolf-Literaturhauses.

Die Oper – der Thriller unserer Altvorderen. Sie lässt kein noch so schauerliches Verbrechen aus, um, in den Wohlklang der Musik gehüllt, die Gefühle des Publikums in Wallung zu bringen.

Der promovierte Jurist und Kulturpolitiker Klaus Lederer sorgte am 23. Mai 2026 für manch herzhaftes Lachen und auch für Erstaunen, als er mit Witz, Verve und juristischer Expertise die Opernwelt geradezu detektivisch unter die Lupe nahm. Angemessen ausführlich widmete er sich dem Wagnerschen Nibelungen-Ring. Handelt es sich wirklich um Diebstahl, wenn Siegmund aus der Zieresche in Hundings Haus das darin magisch gebannte Schwert herauszieht und an sich nimmt? Nach zahlreichen Aufdeckungen über Verschleppung, Blutschande, Mord, Brandstiftung, arglistige Täuschung und viele andere musikalisch dargebotene Verbrechen ist man fast froh, dass es sich dieses eine Mal –und juristisch nach allen Seiten hin sicher geprüft – nicht um ein Verbrechen handelt.

Schmunzeln mit den „Comedian Violists“

Die „Staatsstreicher“ – vier wundervolle Bratschisten – begeisterten mit den überraschenden und humorvoll gesetzten Arrangements ihres Programmes „Comedian Violists in Sachen Wagner“. So wurde allseits geschmunzelt, wenn sie, nach den Erörterungen zum heimtückisch manipulierten Duell zwischen Siegmund und Hunding, bei dem Erstgenannter ermordet wird, in die bekannte Melodie „Ein Freund, ein guter Freund…“ einmündeten.

Der Nachmittag war ein heiterer Auftakt der Gartenbühnensaison. Auch das Wetter meinte es gut mit uns. Und die Bühne zeigte sich mit neuem Dach und einem von Fritzi-Flink extra-angefertigten Aushängeschild von ihrer besonders schönen Seite.

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Das Foto zeigt eine Verantaltung im Garten des Friedrich-Wolf-Literaturhauses mit Publikum und Zelten.

Selbst wenn es nass wird: einer fröhlichen Veranstaltung am kommenden Samstag steht nichts im Weg.

Impression von der Eröffnung der Ausstellung

Die Ausstellung mit Grafiken von Johannes K. G. Niedlich ist eröffnet. Sie wird drei Monate lang im Friedrich-Wolf-Literaturhaus zu sehen sein.

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