Klavier im Haus

Ein Klavier vor einem Bücherregal
Ein kleines Digital-Piano ist bei uns eingezogen. Es ist eine Bereicherung in unserem Kulturprogramm und klingt bei vielen Veranstaltungen.

Unser Klavier

Wie schön wäre es, wenn Yuki Inagawa bei uns auftreten könnte. Die zierliche, aber ausdrucksstarke Pianistin am Flügel hatten wir schon lange in unser Haus nach Lehnitz geträumt. Zumal sie Nachbarin im Ort ist.

Flügel oder Klavier sind eine echte Herausforderung für ein Wohnhaus mit Platzbedarf für viele Besucher. Doch irgendwann zog ein kleines Digital-Piano bei uns ein. Da es im musealen Betrieb im Wege wäre, wurde sogar ein Fahrgestell für den Transport durch die Räume gebastelt.

Die Feuerprobe auf der Gartenbühne hatte das Klavier im Sommer in tragender Rolle einer Piano-Parodie bestanden, auch wenn dabei die Lautstärke noch nicht die gewünschte für ein Freiluftkonzert war. Erst hinterher zeigten uns Musiker eine kleine Buchse an der Unterseite des Digital-Pianos zum Anschluss an unseren Verstärker. Nun sind wir gewappnet für weitere Open-Air-Einsätze mit Klavier.

Seither fügt es sich bescheiden in das Repertoire der Künstler ein. Johannes Kirchberg sang Tucholsky am Klavier, bei der Lesung mit Volker Braun spielte der Schauspieler und Bariton Matthias Jahrmärker, und die jährliche Gedenkveranstaltung für Anne Frank wurde musikalisch begleitet von Paul Gassa, der uns erneut zu unserer Veranstaltung anlässlich des Weltfriedenstag mit seinem musikalischen Können erfreute. Zur Weihnachtslesung von Thomas Linke erlebten wir Gesang von Arthur Schadt, begleitet von seinem Freund Leo von Auer am Klavier, zwei hoffnungsvolle Nachwuchstalente. Beide treten auch dieses Jahr wieder bei „Jugend musiziert“ auf. Kyrill aus der Lehnitzer Oberschule setzte sich bei einem Garteneinsatz seiner Klasse einfach ans Klavier und spielte Eigenkompositionen mit enormer Fingerfertigkeit und Tempo (wohl dem Vorbild Luis Phillippson folgend). Das verschaffte ihm einen ersten Auftritt als Begleiter einer Lesung im Haus der Wolfs.

Und nun endlich im Januar war es so weit. Sopranistin Andrea Chudak füllte die Räume mit ihrer fulminanten Stimme und amüsierte mit Geschichten aus ihrer Bühnenpraxis. Am Klavier begleitet von Yuki Inagawa, die nicht nur mit ihrer Virtuosität an unserem kleinen Piano, sondern auch mit dezenter Ironie in Mimik und Gestik den heiteren Nachmittag bereicherte – so wie wir es uns schon lange gewünscht hatten.
Und da gibt es einen weiteren Wunsch: Unser Mitglied Wenzel sollte auch bald einmal wieder bei uns auftreten und dabei das Piano mit nutzen.

Post teilen:

Weitere Post

Impression von der Eröffnung der Ausstellung

Die Ausstellung mit Grafiken von Johannes K. G. Niedlich ist eröffnet. Sie wird drei Monate lang im Friedrich-Wolf-Literaturhaus zu sehen sein.

Gerrit Große und das Publikum beim Anne-Frank-Gedenktag 2026 im Friedrich-Wolf-Literaturhaus

Über einen bewegenden Abend mit Lesungen und Musik am 5. Juni im Lehnitzer Friedrich-Wolf-Literaturhaus

Alle Post-Beiträge lesen Sie bei Post.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an:

Unser Newsletter informiert Sie über aktuelle Veranstaltungen und Themen zu Friedrich Wolf und der Friedrich-Wolf-Gesellschaft.
Informationen zum Anmeldeverfahren, Versanddienstleister, statistischer Auswertung und Widerruf finden Sie in den Datenschutzbestimmungen.